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Lokales Ausbau des Mittleren Rings Südost auf Eis - ADAC kritisiert Stadt Leipzig
Leipzig Lokales Ausbau des Mittleren Rings Südost auf Eis - ADAC kritisiert Stadt Leipzig
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23:29 09.04.2013
Quelle: dpa

"Das stellt nicht nur das gesamte Verkehrskonzept in Frage und wäre verkehrspolitisch eine Bankrotterklärung, es verprellt auch Investoren, die sich rund um Stötteritz, Anger-Crottendorf, Sellerhausen, Stünz und Mölkau ansiedeln wollen", urteilt Helmut Büschke, Vorstandsmitglied des Verkehrssicherheitsgremiums.

Die Entscheidung über den künftigen Trassenverlauf des Mittleren Ringes in diesem Bereich dürfe nicht länger verschleppt werden. "Partei-Interessen haben außen vor zu bleiben, jene Variante ist die beste, die flüssigen Verkehr garantiert, am umweltverträglichsten daherkommt und die geringsten Belastungen für die Anwohner bringt", konstatiert Büschke. "Mit Populismus", so der Experte des ADAC, "löst man keine Verkehrsprobleme, schon gar nicht mit dem gegenseitigen Ausspielen unterschiedlicher Interessen betroffener Bürgerinitiativen."

Ins gleiche Horn bläst Axel Kalteich, Chef des Bürgervereins Sellerhausen-Stünz: "Bei dem sehr guten Workshop zum Mittleren Ring Südost im März empfahl Professor Jürgen Gerlach von der Uni Wuppertal, das vorhandene Straßennetz zu nutzen und es den Erfordernissen entsprechend zu ertüchtigen. Eine Forderung, die wir schon lange erheben. Aber die Stadtoberen müssen sich dazu bekennen. Und das möglichst schnell, nicht erst in zehn Jahren." Kalteich habe im Workshop auch nachgewiesen, dass Kreisverkehre die Verkehrsströme verlangsamen und damit sicherer machen, aber seitens der Stadtverwaltung sei dazu keine Reaktion gekommen. Eben so wenig zu den rund 50 Vorschlägen zu Lärmschutzmaßnahmen, die aus der Runde gekommen seien.

ADAC-Mann Büschke warnt davor, dass der Leipziger Südosten künftig noch weiter zurückbleibt, wenn er nicht bald in eine optimale Verkehrsinfrastruktur eingebunden wird. Als Beispiele nennt der Experte die Trassen der neuen B2, B6 und S1 im Leipziger Norden beziehungsweise Nordosten. "Zwangsläufig haben sich dort solch bedeutende Unternehmen wie DHL, Porsche, BMW und Amazon angesiedelt", betont er. Die kommunalen Verkehrsplaner dürften den Südostennicht länger in Stich lassen und müssten endlich für klare Verhältnisse sorgen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2013

Günther Giessler

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