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Ausbessern statt Neubauen: Leipzig steckt jährlich 16 Millionen in Straßen und Brücken

Ausbessern statt Neubauen: Leipzig steckt jährlich 16 Millionen in Straßen und Brücken

Bis 2020 will die Stadt pro Jahr 16,5 Millionen Euro aufwenden, um Straßen und Brücken in Schuss zu halten. So sieht es das neue Programm des Verkehrsamtes vor, das am Donnerstag im Neuen Rathaus vorgestellt wurde.

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Eines von vielen Schlaglöchern in der Karl-Liebknecht-Straße.

Quelle: André Kempner

Leipzig. „Die Finanzierung ist bis 2016 gesichert“, erklärt Amtsleiterin Edeltraut Höfer. Bis 2020 könne man aber noch keine Garantie geben, weil der Haushaltsplan der Stadt nicht so weit in die Zukunft reiche.

„Zeitliche Verschiebungen können vorkommen“, räumt Höfer deshalb von vornherein ein und ergänzt, dass sie gern mehr Geld ausgeben würde. Die Mittel reichten jetzt nur für die Straßen und Brücken, „die es dringend nötig haben.“ Von den 16,5 Millionen Euro, die die Stadt bereit stellt, sind jährlich knapp neun Millionen Euro für Bauvorhaben im Straßenhauptnetz eingeplant. Durch Zuschüsse aus Fördertöpfen von Bund und Land könne sich diese Summe verdoppeln, informiert Höfer. 2013 fließen in den Straßen- und Brückenbau in Leipzig insgesamt 36,4 Millionen Euro, finanziert aus Eigen- und Fördermitteln. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. 2012 wurden 28 Millionen Euro investiert.

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Leipzig. Bis 2020 will die Stadt pro Jahr 16,5 Millionen Euro aufwenden, um Straßen und Brücken in Schuss zu halten. So sieht es das neue Programm des Verkehrsamtes vor, das am Donnerstag im Neuen Rathaus vorgestellt wurde. „Die Finanzierung ist bis 2016 gesichert“, erklärt Amtsleiterin Edeltraut Höfer. Bis 2020 könne man aber noch keine Garantie geben, weil der Haushaltsplan der Stadt nicht so weit in die Zukunft reiche.

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Kaum Neubauten, mehr Ausbesserungen

„Es wird nur eine kleine Menge des Geldes für Neubaumaßnahmen aufgewendet, der größte Teil wird genutzt, um das Bestandsnetz in Ordnung zu bringen“, stellt Höfer klar. Das heißt: Straßen werden nicht neu gebaut, sondern vor allem ausgebessert. In vielen Fällen handelt es sich dabei um komplexe Maßnahmen wie auf der Karl-Liebknecht-Straße. Dort wird derzeit nicht nur die Straße erneuert, sondern es werden auch neue Parkplätze angelegt, Radwege gebaut und Bäume gepflanzt. Bis 2020 will die Stadt 53 Straßen, Brücken und Radwege in Schuss bringen. An einigen Stellen wurde mit den Arbeiten schon begonnen. Schwerpunkte sind vor allem die großen Trassen, die durch die Stadt führen.

Gebaut wird bald unter anderem an der Georg-Schumann-Straße von Chausseehaus bis Stahmelner Höhe und auf der B87 im Bereich Saarländer bis Odermannstraße. In der Stadt liegt der Schwerpunkt neben dem vorderen Teil der Karl-Liebknecht-Straße bis zum Peterssteinweg auch auf der Liebigstraße von der Stephanstraße bis zur Johannisallee, auf der Könneritzstraße von Oeser- bis Holbeinstraße sowie auf der Wurzner Straße zwischen Dresdner und Torgauer Straße. Letztere und die B87 sollen bereits im August dieses Jahres fertig werden, die Karl-Liebknecht-Straße im Januar 2014. Auf der Georg-Schumann-Straße werden sich Autofahrer wohl noch länger gedulden müssen. „Das ist eine riesenlange Straße, die man nicht so adhoc umgestaltet“, so Höfer.

Auch Brücken und Radwege werden erneuert

Auch an zahlreichen der 339 Brücken in der Stadt wird gewerkelt. Diese seien schließlich Leipzigs Lebensadern, betont Amtsleiterin Höfer, „und es tut weh, wenn eine gesperrt werden muss.“ Erneuert werden unter anderem die Bornaische Brücke zwischen Connewitz und Dölitz, die Antonienbrücke in Schleußig sowie die Teslabrücke im Ortsteil Heiterblick. Damit sich die Situation der Fahrradfahrer in Zukunft verbessert, werden auch zahlreiche Radwege neu gebaut. Vorgesehen sind Arbeiten am inneren Ring am Augustusplatz, auf der Georg-Schumann-Straße in Höhe Wiederitzscher Straße sowie auf der Gehweg-Verbindung zwischen Lützschena und Lindenthal.

Gina Apitz

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