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Lokales Auskunft auf Augenhöhe: Arbeit der Nightlife-Streetworker in Leipzig weiter gesichert
Leipzig Lokales Auskunft auf Augenhöhe: Arbeit der Nightlife-Streetworker in Leipzig weiter gesichert
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16:15 31.03.2014
Lieber mit Kondom: Die Nightlife-Streetworker lassen sich auch von schwierigen Themen nicht aus der Ruhe bringen. Quelle: dpa
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Leipzig

Am Montagnachmittag wurde das Projekt bereits im zweiten Jahr mit einem Scheck von 2000 Euro von der Leipziger Kinderstiftung zukünftig gesichert.

Seit vier Jahren versuchen Mitarbeiter des Projekts "Sprich mit uns", Partygänger zwischen 16 und 26 Jahren für die Gefahren des Nachtlebens zu sensibilisieren. In den Schlangen vor der Diskothek geben die Streetworker Tüten mit Kondomen und Informationsmaterial aus.

Für Streetworkerin Heike Strobel hat die Arbeit an Bedeutung gewonnen. „Unter den Jugendlichen in Leipzig ist in den letzten vier Jahren eine Steigerung von Crystal-Konsumenten zu beobachten“, sagte Strobel gegenüber LVZ-Online. Die Reaktionen der meisten Jugendlichen auf Ansprache schätzt sie allerdings positiv ein: „Es ist erstaunlich, wie offen und neugierig die Jugendlichen sind.“

Die elf Mitarbeiter des Nightlife-Projekts erreichen mit ihren Tüten und individuellen Beratungen bis zu 500 Jugendliche im Monat. Allerdings sind sie nicht immer erfolgreich: Manchmal gibt es auch provozierende Ablehnungen wie "Ich brauche keine Kondome, ich habe Sex nur mit älteren Frauen. Die haben keine Krankheiten",  erzählt Strobel. Selbst darauf versuchen die Sozialarbeiter gelassen zu reagieren und solche Aussagen als Anknüpfungspunkte zu nutzen.

 „Es ist viel Akzeptanz da“, so Lutz Wiederanders vom Amt für Jugend, Familie und Bildung. „Die Streetworker achten auf ihr Verhalten, ihre Kleidung und ihre Sprache, um möglichst mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu reden.“ Die Kooperation mit der Leipziger Kinderstiftung sichert die Zukunft des Projekts über das nächste Jahr hinaus und finanziert unter anderem die Flyer und One-Night-Stand-Packs.

Nach Angaben des Jugendamts der Stadt Leipzig gibt es zwei Stoßrichtungen bei dem Projekt: proaktiv und präventiv sein. Das heißt, die Streetworker gehen dorthin, wo die Jugendlichen sind und engagieren sich, bevor Probleme entstehen. Zurzeit gehen die Streetworker einmal im Monat auf die Straße, hoffen aber in Zukunft auf mehr Termine.

Krysta Brown

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