Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Ausstellung zu Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis eröffnet
Leipzig Lokales Ausstellung zu Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:42 03.11.2015
Modell der neuen Moschee in Leipzig-Gohlis. Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig

Vor mehr als 50 Besuchern wurden am Dienstagabend im Infozentrum in der Georg-Schumann-Straße die Pläne für den Neubau der Moschee in Gohlis vorgestellt und eine Ausstellung eröffnet. Die Veranstaltung wurde von zwei Polizeibeamten abgesichert. Wie berichtet, entsteht ab dem kommenden Jahr an der Kreuzung Georg-Schumann-Straße/Bleichertstraße ein Gebäude mit beleuchteter Glaskuppel und Zierminarett für bis zu 100 Personen nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Mustafa Ljaic, der sich in einem Gestaltungswettbewerb durchgesetzt hatte. Mitte/Ende 2017 soll es fertig sein.

Anders als angekündigt, war Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) nicht zur Podiumsdiskussion gekommen. Stattdessen berichtete Jochem Lunebach aus dem Stadtplanungsamt von dem Verfahren: Der Wettbewerb für den Moscheebau sei Neuland gewesen und nicht erzwungen worden. Die Entscheidung im Preisgericht sei in großer Übereinstimmung getroffen worden, so Lunebach. Der Entwurf sei "eine Geste an die Stadt und an die Straße, dass man zueinander in Bezug treten will". Er verkörpere den Wunsch, mit der Stadt zu korrespondieren.

Im Infozentrum an der Georg-Schumann-Straße 126 werden die Entwürfe für den Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis gezeigt. Zu sehen ist auch der im Architekturwettbewerb erstplatzierte Vorschlag des Stuttgarters Mustafa Ljaic. Fotos: Dirk Knofe

Die Moschee werde fünfmal am Tag zum Gebet genutzt, sagte Rashid Nawaz von der Ahmadiyya-Gemeinde. Sie sei ein Platz für alle und offen für alle. "Jeder ist willkommen", betonte er und freute sich ebenfalls über das Ergebnis des Wettebewerbs. Bislang sei es bei der Ahmadiyya-Gemeinde üblich gewesen, nur einen einzigen Entwurf zu verfolgen. Das Gebäude sei als zeitgenössisch-modern und offen zu erkennen, erklärte Mathias Baudenbacher vom Magistralenrat. Man wolle auch künftig eine Dialogplattform für Bürger bieten, sagte Peter Niemann vom Bürgerverein Gohlis. Die Moschee sei etwas Einzigartiges.

"Ein sehr gelungener Entwurf", erklärte eine Anwohnerin, die sich mit Blick auf die beleuchtete Kuppel freute, dass es künftig heller in der Ecke werde. Ein anderer Einwohner fürchtete die nächtliche Illumination. Nawaz zeigte sich kompromissbereit, wenn es Probleme gebe, könne man sie ausschalten. Die Beleuchtung sei aber nicht so hell wie auf den Animationen dargestellt. Es gebe keine Außenbeschallung, versprach Nawaz auf eine andere Frage.

Podiumsdiskussion zur neuen Ahmadiyya-Moschee in Leipzig-Gohlis. Quelle: Björn Meine

Ein bis ins letzte Detail ausformuliertes Sicherheitskonzept gebe es noch nicht, sagte Lunebach auf Anfrage. Er hoffe, dass sich das Haus offen halten lasse. Es gebe auch einen Gebetsraum für Frauen, antwortete Nawaz auf eine weitere Frage. Die Frauen beten in der zweiten, die Männer in der ersten Etage.

Bisher seien Religionsbauten oft in Gewerbegebieten entstanden, etwa bei den Zeugen Jehovas, sagte ein Mann und wollte wissen, warum das hier anders sei. Man habe ein geeignetes Grundstück in Innenstadtnähe gesucht, sagte Nawaz. Viele Gemeindemitglieder seien nicht motorisiert und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Zudem wolle man sich nicht verstecken und in einem Hinterhof sitzen. Es sei eben die Frage, ob man mit Mitmenschen anderer Konfessionen zusammenleben wolle oder nicht, erklärte Mathias Baudenbacher, der eine Auslagerung solcher Bauten in Gewerbegebiete ablehnte. Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel erinnerte an die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit. Ein Standort könne nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden. Das Minarett werde nicht höher als die Dächer ringsherum, auch sonst werde sich der Bau in die Umgebung einfügen.

Von Björn Meine

Lokales Wirtschaftsförderung für kleine Unternehmen - Leipzigs Mittelstandsprogramm

Mit ihrem Ende 2013 eingeführten Mittelstandsprogramm konnte die Stadt Leipzig bislang die Schaffung von knapp 200 Jobs unterstützten. Nun baut die Kommune die Wirtschaftsförderung für Kleinunternehmen aus. Ab 2016 stehen dafür jährlich 600 000 Euro zur Verfügung.

06.11.2015

317 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge leben derzeit in Leipzig, und die Stadt rechnet mit einem Anstieg. Der Oberbürgermeister hat jetzt einen Aufruf gestartet: Quer durch die Verwaltung werden Betreuer für die jungen Leute gesucht.

03.11.2015
Lokales Keine Preiserhöhung durch Mindestlohn - Glühwein kostet 3 Euro auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage, was Glühwein und Kinderpunsch auf dem Weihnachtsmarkt kosten werden. Das Marktamt legt die Höhe nicht fest. Die Händler entscheiden selbst. Alles deutet darauf hin, dass die Preise stabil bleiben.

03.11.2015
Anzeige