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Ausstellung zu Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis eröffnet

Von Polizei abgesichert Ausstellung zu Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis eröffnet

Im kommenden Jahr wird im Leipziger Stadtteil Gohlis die neue Ahmadiyya-Moschee gebaut. Seit Dienstag sind die Pläne des Architekten zusammen mit den anderen Bauvorschlägen in der Georg-Schumann-Straße zu sehen. Am Abend lud die Initiative „Dialoge für Gohlis“ zur Podiumsdiskussion ein. Sie wurde von Polizisten abgesichert.

Modell der neuen Moschee in Leipzig-Gohlis.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Vor mehr als 50 Besuchern wurden am Dienstagabend im Infozentrum in der Georg-Schumann-Straße die Pläne für den Neubau der Moschee in Gohlis vorgestellt und eine Ausstellung eröffnet. Die Veranstaltung wurde von zwei Polizeibeamten abgesichert. Wie berichtet, entsteht ab dem kommenden Jahr an der Kreuzung Georg-Schumann-Straße/Bleichertstraße ein Gebäude mit beleuchteter Glaskuppel und Zierminarett für bis zu 100 Personen nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Mustafa Ljaic, der sich in einem Gestaltungswettbewerb durchgesetzt hatte. Mitte/Ende 2017 soll es fertig sein.

Anders als angekündigt, war Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) nicht zur Podiumsdiskussion gekommen. Stattdessen berichtete Jochem Lunebach aus dem Stadtplanungsamt von dem Verfahren: Der Wettbewerb für den Moscheebau sei Neuland gewesen und nicht erzwungen worden. Die Entscheidung im Preisgericht sei in großer Übereinstimmung getroffen worden, so Lunebach. Der Entwurf sei "eine Geste an die Stadt und an die Straße, dass man zueinander in Bezug treten will". Er verkörpere den Wunsch, mit der Stadt zu korrespondieren.

Im Infozentrum an der Georg-Schumann-Straße 126 werden die Entwürfe für den Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis gezeigt. Zu sehen ist auch der im Architekturwettbewerb erstplatzierte Vorschlag des Stuttgarters Mustafa Ljaic. Fotos: Dirk Knofe

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Die Moschee werde fünfmal am Tag zum Gebet genutzt, sagte Rashid Nawaz von der Ahmadiyya-Gemeinde. Sie sei ein Platz für alle und offen für alle. "Jeder ist willkommen", betonte er und freute sich ebenfalls über das Ergebnis des Wettebewerbs. Bislang sei es bei der Ahmadiyya-Gemeinde üblich gewesen, nur einen einzigen Entwurf zu verfolgen. Das Gebäude sei als zeitgenössisch-modern und offen zu erkennen, erklärte Mathias Baudenbacher vom Magistralenrat. Man wolle auch künftig eine Dialogplattform für Bürger bieten, sagte Peter Niemann vom Bürgerverein Gohlis. Die Moschee sei etwas Einzigartiges.

"Ein sehr gelungener Entwurf", erklärte eine Anwohnerin, die sich mit Blick auf die beleuchtete Kuppel freute, dass es künftig heller in der Ecke werde. Ein anderer Einwohner fürchtete die nächtliche Illumination. Nawaz zeigte sich kompromissbereit, wenn es Probleme gebe, könne man sie ausschalten. Die Beleuchtung sei aber nicht so hell wie auf den Animationen dargestellt. Es gebe keine Außenbeschallung, versprach Nawaz auf eine andere Frage.

Podiumsdiskussion zur neuen Ahmadiyya-Moschee in Leipzig-Gohlis.Podiumsdiskussion zur neuen Ahmadiyya-Moschee in Leipzig-Gohlis.

Podiumsdiskussion zur neuen Ahmadiyya-Moschee in Leipzig-Gohlis.

Quelle: Björn Meine

Ein bis ins letzte Detail ausformuliertes Sicherheitskonzept gebe es noch nicht, sagte Lunebach auf Anfrage. Er hoffe, dass sich das Haus offen halten lasse. Es gebe auch einen Gebetsraum für Frauen, antwortete Nawaz auf eine weitere Frage. Die Frauen beten in der zweiten, die Männer in der ersten Etage.

Bisher seien Religionsbauten oft in Gewerbegebieten entstanden, etwa bei den Zeugen Jehovas, sagte ein Mann und wollte wissen, warum das hier anders sei. Man habe ein geeignetes Grundstück in Innenstadtnähe gesucht, sagte Nawaz. Viele Gemeindemitglieder seien nicht motorisiert und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Zudem wolle man sich nicht verstecken und in einem Hinterhof sitzen. Es sei eben die Frage, ob man mit Mitmenschen anderer Konfessionen zusammenleben wolle oder nicht, erklärte Mathias Baudenbacher, der eine Auslagerung solcher Bauten in Gewerbegebiete ablehnte. Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel erinnerte an die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit. Ein Standort könne nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden. Das Minarett werde nicht höher als die Dächer ringsherum, auch sonst werde sich der Bau in die Umgebung einfügen.

Von Björn Meine

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