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"Auszeit - In 250 Tagen um die Welt": Wie der Leipziger Andreas den ersten Tag in Peru erlebt

"Auszeit - In 250 Tagen um die Welt": Wie der Leipziger Andreas den ersten Tag in Peru erlebt

Oktober 2011 ging es los: Der Leipziger Andreas Walther startete seine Weltumrundung, die 250 Tage andauern soll. Die erste große Station seiner Reise ist Peru.

Der Plaza de Armas in Lima.

Quelle: Andreas Walther

Am 2. Am 3. Oktober landete er und sein Gepäck sicher in Lima, der Hauptstadt des südamerikanischen Anden-Staates. Neben dem Einchecken im Hotel und einer beeindruckenden Stadtrundfahrt steht gleich am ersten Tag eine unerwartete Schrecksekunde auf dem Programm...

Ankunft in Peru mit Folgen

"Die Immigration klappte problemlos" berichtet Andreas kurz nach seiner Ankunft. Dem zuständigen Beamten erklärte er, daß er voraussichtlich 40 bis 50 Tage in Peru bleiben werde, da er auf Weltreise und Richtung Bolivien unterwegs sei. Laut Auswärtigem Amt solle man diese Information bei der Ankunft angeben, damit man eine verlängerte Zeit bleiben kann. Ob er mit der Information jedoch etwas anfangen konnte, weiß Andreas nicht. Nun steht erst einmal nur der Einreisetag im Pass, "mal schauen, ob ich irgendwann auf der Fahndungsliste stehe, weil ich nicht rechtzeitig das Land verlassen habe", scherzt Andreas.

 

Andreas erster Gang führt zum Geldautomaten, er hebt 400 Nuevo Soles (etwa 109 Euro) ab. "Dass ich bei diesem simplen Alltagsprozeß einen entscheidenden Fehler mache, merke ich blöderweise erst wesentlich später", berichtet Andreas in seinem Weblog.

 

Begegnung mit einem peruanischen Taxifahrer

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Das Teatro Colón am Plaza San Martín in Lima.

Quelle: Andreas Walther

Andreas hat seine Reiseführer ausführlich gelesen und weiß, dass ihn ein sogenanntes GREEN TAXI für rund 45 Soles nach Miraflores bringen kann, dem Stadtteil in dem sich sein Hotel befindet. Unterwegs im Taxi bereut er bereits zuhause keinen Spanischkurs mehr gemacht zu haben: "Auf der rund 30-minütigen Fahrt durch die morgendliche Rushhour versucht mir mein Fahrer immer wieder auf spanisch irgendetwas zu erklären. Ich lächele nett und erkläre ihm, daß ich kein spanisch spreche. Wir versuchen es beide mit unseren Englischkenntnissen und das klappte schon wesentlich besser...Der Taxifahrer möchte mit mir noch irgendwelche Extratouren machen. Ich gebe ihm zu verstehen, daß ich direkt zum Hotel möchte", berichtet der Weltreisende.

Der erste Blick auf Lima

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Der erste Eindruck von Lima scheint für Andreas zunächst zwiespältig zu sein: "Mir fällt auf, daß es in dem Stadtviertel um den Flughafen irgendwie so wie in manch arabischer Neustadt aussieht. Ein- bis zweistöckige einfache Häuser - teilweise grau, teilweise farbig, Werbung über den Häusern. Nur daß die Werbung auf Spanisch ist und die Araber wie Peruaner aussehen. Weiterhin fällt mir auf, dass es viele Stadtbedienstete gibt, die sauber machen. An jeder Ecke stehen Polizisten oder Polizistinnen, die laut pfeifend den Verkehr regeln. Autos hupen zur Verständigung. Und über der Stadt hängt eine graue Wolkensuppe - so wie ich es schon gelesen hatte. In Miraflores angekommen, fällt ein weiteres Detail auf. Die Mehrzahl der Häuser sind mit zwei bis drei Meter hohen Zäunen oder Mauern umgeben. Obenauf trohnt, wie auf der Viehweide, ein Elektrozaun. Fenster sind vergittert, von außen und manchmal auch von innen. Es scheint irgendwie doch ein Problem mit der Sicherheit zu geben. Mal schauen, welchen Eindruck ich bezüglich der Sicherheit in den kommenden Tagen haben werde."

Einchecken im Hotel und die erste Schrecksekunde

 

Da das Hotelzimmer von Andreas, welches er sich für die erste Woche gönnen möchte, erst gegen 14 Uhr frei wird, nimmt Andreas das Angebot des Hotels für ein Frühstück gern an und er freut sich, bereits jetzt den ersten "Mate de Coca", Tee aus Koka-Blättern, der u.a. auch die Höhenanpassung unterstützt, zu sich nehmen zu können. Andreas muss feststellen: "Der Tee schmeckt, wie Weidegras riecht." Dank dort zugänglichem Internet kann er über Skype auch Kontakt zur Heimat aufnehmen, doch als er sein Skypeguthaben aufladen und mit seiner Kreditkarte bezahlen möchte, merkt er, dass sie nicht mehr an ihrem Platz ist: "Ich suche, kann sie aber nicht finden. Irgendwie habe ich dann realisiert, dass ich sie am Automaten vergessen habe. Wie dumm. Nun ist sie gesperrt und meine Backup-Kreditkarte wird dadurch umso kostbarer. Gottseidank habe ich zwei mitgenommen", so Andreas erleichtert.

 

Erkundung der Stadt Lima

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Andreas auf Stadtrundfahrt: Historisches Stadtzentrum von Lima.

Quelle: Andreas Walther

Am Nachmittag des Ankunfttages geht es für Andreas erstmal auf "stinknormale Touri-Stadtrundfahrt", um einen weiteren Eindruck der Stadt zu bekommen: "Huaca Pucllana, ein zeremonielles Zentrum der Lima Kultur, den Plaza San Martín, die Plaza de Armas mit dem Präsidentenpalast und der Kathedrale, die Iglesia de San Francisco und verschiedene andere Sehenswürdigkeiten. Nach der Stadtrundfahrt ging es dann noch mal zu Fuß Richtung Hotel durch die Hauptstraßen von Miraflores. Erste Orientierung mit meinem Ministadtplan. Erste Eindrücke des Nachtlebens sammeln. Es sind viele Einheimische unterwegs. Man sieht zwischendrin immer wieder Touristen", beschreibt Andreas.

Erste Erfahrungen im Supermarkt

Auch vom Einkaufen kann der Leipziger schon jede Menge berichten: "Im Supermarkt Metro gibt es dann auch für mich die ersten peruanischen Produkte: Inca Kola (eine goldgelbe Colasorte..., die wirklich lecker schmeckt), chicha morada (ein nichtalkoholisches Getränk auf Lila-Mais-Basis, leider nur in der Industrievariante mit viel Zucker), einheimische Papaya und quiche de espinacas. Meine drei verschiedenen Flaschen einheimisches Bier der Marke Cusqueña bekomme ich an der Kasse erstmal nicht ausgehändigt. Eine herangerufene Kassiererin erklärt mir auf englisch, dass ich Austauschflaschen bräuchte. Auf meine Frage, woher ich diese bekäme, wenn sie mir keine verkauft, meinte sie, ich müsste mehr Flaschen kaufen. Wahrscheinlich meint sie ein Sixpack. Aber 3x6 0,5l Flaschen Bier erscheinen mir für 5 Tage ein zu großes Vorhaben. So kann ich erstmal kein einheimisches Bier probieren. Vielleicht klappt es ja morgen."

 

Völlig erschöpft fällt Andreas um 21.30 Uhr (4.30 Uhr deutsche Zeit) ins Bett.

Cornelia Haugk

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