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Lokales Autofahrer kritisieren Baustellenchaos in Leipzig - Stadt weist Vorwürfe zurück
Leipzig Lokales Autofahrer kritisieren Baustellenchaos in Leipzig - Stadt weist Vorwürfe zurück
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17:04 16.07.2010
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Leipzig

Bei Temperaturen von über 30 Grad stecken viele Autofahrer derzeit täglich im Stau fest. Insgesamt 52 Sperrungen und Umleitungen gibt es nach Rathausangaben momentan in Leipzig – für viele Pkw-Nutzer eine echte Zumutung. Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) sind deshalb sogar schon die ersten Beschwerden eingegangen.

„Wir können die Aufregung gut verstehen“, sagt LVB-Sprecher Reinhard Bohse. Doch zu den Bauarbeiten am Goerdelerring habe es keine Alternative gegeben. Die Schienen seien dort so abgenutzt, dass sie jederzeit brechen und einen Unfall verursachen könnten. „Dann wird das Chaos deutlich größer“, so Bohse.

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Zudem sei der Termin für die Baustelle absichtlich in die Sommerzeit gelegt worden. „In den Ferien haben wir deutlich weniger Fahrgäste, auch der Straßenverkehr ist dann deutlich geringer“, erklärt der LVB-Sprecher. „Wenn wir im September oder Oktober angefangen hätten, gäbe es noch viel größere Probleme. Denn dann werden auch die Einschränkungen in der Emil-Fuchs-Straße noch größer.“ Dort werden zurzeit neue Abwasserleitungen verlegt. Bis Juli 2011 ist die Straße komplett dicht.

Die Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamtes Edeltraut Höfer kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen. Derzeit gebe es in Leipzig nicht mehr Baustellen als in anderen Sommern – eher im Gegenteil. „Ich denke da nur an die Jahre 2005 und 2006“, so Höfer. „Wir versuchen die Behinderungen so gering wie möglich zu halten und die Baustellen zu koordinieren. Ich denke, im Vergleich mit anderen Städten stehen wir ganz gut da.“

Das Leipziger Taxiunternehmen 4884 hat zwar Verständnis für den Zeitpunkt der Bauarbeiten, Geschäftsführer Hans-Jürgen Zetzsche ärgert sich aber über die teilweise schlechte Organisation der Umleitungen. „Am Goerdelerring steht man teilweise endlos im Stau. Und selbst auf vielen Ausweichstrecken in Leipzig wird gebaut“, so der 4884-Chef. Da sei es nur verständlich, dass nicht nur die Chauffeure verzweifeln, sondern auch mancher Fahrgast unzufrieden sei. „Das Taxometer läuft schließlich auch im Stau weiter.“

Bereits seit März werden in der Prager Straße zwischen Friedhofsgärtnerei und Franzosenallee die Gleise und der Fahrbahnbelag erneuert – für Autos und Trams ist die Piste deshalb voll gesperrt. LVB-Sprecher Bohse stellt in Aussicht, dass ab Anfang August in Probstheida wieder die ersten Straßenbahnen rollen können. Für den Pkw-Verkehr könne die Straße voraussichtlich gegen Jahresende wieder freigegeben werden, so Bohse.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Am Friedrich-List-Platz im Zentrum-Ost koönnen seit Donnerstag nach mehrwöchigen Gleissanierungen wieder alle Fahrspuren genutzt werden. Auch die Straßenbahnen rollen dort wieder wie gewohnt. Ebenfalls aufgehoben wurde am Freitag die Sperrung der Nürnberger Straße zwischen Goldschmidt- und Seeburgstraße. Der Abriss eines alten, von Hausschwamm befallenen Hauses sollte eigentlich schon am Montag abgeschlossen sein, hatte sich jedoch wegen auftretender Probleme verzögert. „Aufgrund des schlechten Zustands musste das Haus sozusagen per Hand abgerissen werden“, sagt Edeltraut Höfer. Da es sich um eine Privatbaustelle handele, habe die Stadt hierauf keinen Einfluss.

Robetr Nößler

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