Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Autonome äußern sich zu Krawallen in Leipzig
Leipzig Lokales Autonome äußern sich zu Krawallen in Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 13.06.2015
Autonome Gruppen haben sich jetzt zu Wort gemeldet. Quelle: Indymedia
Anzeige
Leipzig

Eine Woche nach den schweren Krawallen von Linksextremisten am südlichen Innenstadtring haben sich am Freitag "Autonome Gruppen" zu Wort gemeldet. Um 0.52 Uhr veröffentlichten sie auf der linken Internetplattform Indymedia eine Art Bekenntnis zu den massiven Ausschreitungen. "Die zeitliche Nähe zum G7 Gipfel mag der Anlass gewesen sein, sich die Straße zu nehmen, jedoch nicht der Grund", heißt es da. "Solange die bestehende Ordnung auf Ausbeutung und Konkurrenz basiert, sich die konkurrierenden Zwangskollektive militärisch nach außen abschirmen und mittels nationalistischer Agitation nach innen konsolidieren, braucht es keinen Anlass, die Verhältnisse in Frage zu stellen."

Hauptfeind der Autonomen ist offenbar die Polizei. Wie schon in dem Bekennerschreiben nach dem massiven Angriff auf den Connewitzer Polizeiposten am 7. Januar werden die Beamten auch dieses Mal durchgängig entmenschlicht dargestellt. "Mehrere Schweine wurden verletzt, 3 ihrer Fahrzeuge zerstört", so die anonymen Verfasser.

Mehr zum Thema

Wolff zu Krawall-Diskussion: „Leipzig braucht keine Nachhilfe aus Dresden“

"Militärisch organisierte Aktion" - emotionale Debatte im Landtag

Leipziger Polizei richtet Soko „Johannapark“ ein

„Leipzigs Autonome boxen in erster Liga“

100 teils vermummte Personen attackieren Polizei und Bundesverwaltungsgericht

Merbitz: „Bekämpfung des Linksextremismus ist nicht allein Aufgabe der Polizei“

Allerdings legen die "Autonomen Gruppen" Wert auf die Feststellung, dass am Freitag voriger Woche nicht das amerikanische Konsulat Ziel der Attacken gewesen sei. "Es kam lediglich zu Auseinandersetzungen mit deutschen Schweinen, die als Bewachung davor standen."

Rund 100 Vermummte hatten am Freitag vor einer Woche in der Stadt randaliert, Steine und Brandsätze auf Fahrzeuge und mehrere Gebäude, unter anderem das Bundesverwaltungsgericht, geschleudert. Die Polizei geht sogar davon aus, dass die Autonomen geplant hatten, beim Stadtfest zu randalieren. Sie wurden jedoch vorher gestoppt.

Den veröffentlichten Beitrag wertet die Polizei nicht als reines Bekennerschreiben wie in vergleichbaren Fällen der vergangenen Wochen. "Aber wir haben es natürlich zur Kenntnis genommen", sagte Behördensprecher Andreas Loepki.

 F. D.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Kita-Portal der Stadt bietet Plätze an, die es nicht gibt – Eltern sind frustriert und fordern eine Überarbeitung des Systems.

15.06.2015
Lokales Eigenheime im Leipziger Westen - Baufläche im Schönauer Viertel wird knapp

Als die Stadt Leipzig in den 1990ern damit begann, das ehemalige Kasernengelände in Schönau zum Eigenheimstandort zu entwickeln, war nicht abzusehen, dass sich das Areal einst so großer Beliebtheit erfreuen wird. Mittlerweile werden die Flächen knapp.

12.06.2015
Lokales Ausweichen auf andere Hallen - Schwimmhalle Südost am Montag geschlossen

Schwimmfreunde müssen am Montag von der Schwimmhalle Südost auf andere Hallen ausweichen.

12.06.2015
Anzeige