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Lokales Autowrack mit DDR-Kennzeichen aus Elster-Saale-Kanal in Leipzig geborgen
Leipzig Lokales Autowrack mit DDR-Kennzeichen aus Elster-Saale-Kanal in Leipzig geborgen
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12:34 30.04.2017
Sogar das Kennzeichen war noch dran: Ein altes Autowrack wurde am Samstag aus dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig-Lindenau geborgen. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Aus dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig-Lindenau ist am Sonnabend ein etwa 25 Jahre altes Autowrack geborgen worden. Mit einer Seilwinde zog die Feuerwehr den ehemals weißen und nun mit Patina und einer modrigen Schlammschicht überzogenen Opel Vectra aus dem Wasser in Lindenau, unweit der Lyoner Straße.

Als das Fahrzeug kurz nach 14 Uhr an Land war, staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht. An dem Fahrzeug war noch ein Original-DDR-Kennzeichen angebracht. Dem Anfangsbuchstaben K zufolge war der Wagen im Bezirk Halle gemeldet, die Zulassungsplakette wurde in Bitterfeld ausgestellt. Wie der Wagen ins Wasser kam und wem er gehörte, ist unklar.

Mit Tauchern und technischem Hilfsgerät haben die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Feuerwehr am Samstag das Wrack eines Opel-Vectras aus dem Schlamm am Grund des Elster-Saale-Kanals nahe dem Lindenauer Hafen gezogen.

Stephan Lademann hatte das Fahrzeug bereits vor zwei Jahren entdeckt. Er betreibt eine Motorbootvermietung an der Lyoner Straße und hatte sein Partyfloß an der Stelle ankern lassen, an der das Auto am Grund lag. „Als ich das Floß umsetzen wollte, konnte ich den Anker plötzlich nicht mehr hochziehen“, erzählt er. Auch sein 140 PS-Boot habe nichts mehr ausrichten können. Taucher von Polizei und Feuerwehr entdeckten dann das Pkw-Wrack, an dem sich der Anker verhakt hatte.

Bergung mit Luftkissen

Doch die Behörden seien sich nicht einig geworden, wer für die Bergung des Fahrzeugs verantwortlich sei. Am Ende habe das zuständige Umweltamt der Stadt entschieden, das Auto im Wasser liegen zu lassen, sagt Lademann. Bemühungen, die Ämter doch zu einer Beseitigung des Wracks zu bewegen, scheiterten.

Erst etwa zwei Jahre nach dem Fund habe ihm dann ein Bekannter von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) vorgeschlagen, als gemeinsame Übung das Auto zu bergen. Den Einsatz zur Beseitigung des Umweltschadens trug die DLRG selbst.

Gegen 9 Uhr am Samstagmorgen begann schließlich die Bergung. Beteiligt waren neben der DLRG auch Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Motorbootvermietung. Taucher befestigten im trüben Wasser zunächst Bergekissen an dem Wrack, um den im Schlamm steckenden Wagen an die Wasseroberfläche zu heben. Mit einem Motorboot wurde das Fahrzeug dann in Richtung Ufer bewegt, bevor es unter den Augen einiger Schaulustiger mit einer Winde aufs Trockene gehievt wurde.

Aal auf der Rückbank

Kurios: Sogar der Verbandskasten befand sich noch im Wagen. Das Ablaufdatum 1995 deutete auf ein Herstellungsdatum um 1990/91 hin. Auf der Rückbank des Wagens hatte es sich ein Aal bequem gemacht. Diesen ließen die Retter ebenso wie einen Krebs, der als blinder Passagier mit ans Ufer kam, zurück ins Wasser.

„Wir haben im Auto nachgesehen und festgestellt, dass kein Zündschloss mehr drin war“, erzählt Motorbootvermieter Lademann. Er vermutet daher, dass es sich um ein gestohlenes Fahrzeug handelt.

D.K./nöß/chg

Für die Kosten des ehrenamtlichen Einsatz der DLRG-Taucher wird um eine kleine Spende gebeten.

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