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Lokales Auwaldkran wieder in Betrieb: Forscher gondeln in 40 Metern Höhe über Leipziger Burgaue
Leipzig Lokales Auwaldkran wieder in Betrieb: Forscher gondeln in 40 Metern Höhe über Leipziger Burgaue
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14:47 09.07.2014
Mit dem Auwaldkran heben Forscher ab und erkunden das Ökosystem in den Baumkronen der Leipziger Burgaue. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Am Mittwoch nahm eine Delegation um die Leipziger Uni-Rektorin Beate Schücking den Kran wieder in Betrieb.

Damit können Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig „eine einzigartige mobile Forschungsbasis“ nutzen, so Schücking. Die Verbundforschung in der Region werde dadurch gestärkt.

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Per Gondel und exakter Navigation über den fahrbaren Kranausleger können die Wissenschaftler das Ökosystem Wald, vor allem die wenig bekannten Ökosysteme der hohen Baumkronen erkunden, teilte die Universität Leipzig mit. 16.500 Quadratmeter Fläche werden so überspannt. Aus den Studien werden Empfehlungen für den Naturschutz und die forstliche Nutzung abgeleitet, so die Uni weiter.

Europaweit einmalig

Seit der ersten Inbetriebnahme im Jahr 2001 sind bereit rund 50 Untersuchungen entstanden. Die höhenfesten Forscher berücksichtigten dabei „typische Organismengruppen“ wie Vögel, Fledermäuse oder Spinnen, sowie Moose, Algen, Pilze und Bakterien. Wie Artenvielfalt und die Funktionen des Ökosystems zusammenhängen, interessiert die Biodiversitätsforschung. Künftig soll auch die Kohlenstoffspeicherung in Bäumen in den Fokus geraten.

Der Auwaldkran drohte sich zu neigen, nachdem die Trasse vom Hochwasser unterspült worden war. Quelle: Dirk Knofe

2013 wurde die Standfestigkeit des Krans durch das Juni-Hochwasser beeinträchtigt. Die entstandene Neigung von etwa fünf Prozent war lebensgefährlich, und die Anlage musste vorübergehend demontiert werden. Mit Mitteln des Bundes und des Landes konnte die europaweit einmalige Forschungsanlage erhalten und reaktiviert werden.

Evelyn ter Vehn

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