Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Bagger beißt sich durch: LVB starten Bau des Technischen Zentrums in Leipzig
Leipzig Lokales Bagger beißt sich durch: LVB starten Bau des Technischen Zentrums in Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 01.11.2011
Die Arbeiten haben begonnen: In Heiterblick bauen die LVB ein neues Technisches Zentrum. Quelle: Schulz & Schulz Architekten GmbH
Anzeige
Leipzig

Abriss für den Aufbau: Am Dienstag starteten die Leipziger Verkehrsbetriebe den Bau des Technischen Zentrums Heiterblick. Ein Millionen-Euro-Projekt.

Auf dem Gelände der Hauptwerkstatt entstehen in drei Phasen des Neu- und Umbaus bis 2016 Haupt- und Betriebswerkstatt, eine Infrastrukturwerkstatt sowie eine Abstellhalle für die Fahrzeuge. In den Werkstätten können die LVB später "alle modernen Wagen entsprechend dem neuesten Stand der Technik warten und Instand halten kann", so Technik-Geschäftsführer Ronald Juhrs. Die jetzige Infrastruktur sei rund 90 Jahre alt, stamme also aus den Anfangszeiten des elektrischen Straßenbahnbetriebs in Leipzig, erklärte Juhrs. Und fügt mit Augenzwinkern hinzu: "Da könnten sie getrost noch einen Kriegsfilm drehen".

Leipzig. Der Bagger hat leichtes Spiel. Beißt sich in der Tür fest und hebt sie aus den Angeln, schiebt die Garage wie einen Schuhkarton aufs Gelände. Der Schaufelarm schlägt zu, kurz bebt die Erde, danach ist alles Schutt und Asche. Abriss für den Aufbau: Am Dienstag starteten die Leipziger Verkehrsbetriebe den Bau des Technischen Zentrums Heiterblick. Ein Millionen-Euro-Projekt.

Der historische Hintergrund stimmt: Auf dem Gelände an der Teslastraße hatten auch die Erla-Flugzeugwerke zeitweilig ihren Sitz. Daran erinnert jetzt noch das "Casino" genannte Verwaltungsgebäude, ein Denkmal, das in den nächsten Jahren saniert wird. Weil die Flugzeugwerke auch Ziel der Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg waren, wird auf dem Areal sondiert, ob und wo noch Fliegerbomben lagern könnten. Dann dürfen die Archäologen nach möglichen Funden aus der Bronzezeit suchen - und erst danach ist der Weg frei für die Bauarbeiten im großen Stil.

Straßenbahnhöfe Paunsdorf und Leutzsch schließen

43 Millionen Euro fließen insgesamt in die erste Projektphase, davon 10 Millionen Euro Fördergelder vom Freistaat. 12 Millionen Euro müssten die LVB an Eigenmitteln aufbringen. Die restlichen 21 Millionen Euro hat der Mutterkonzern LVV über die Europäische Investitionsbank finanziert. Bereits zur ersten Phase gehört auch der Neubau der Teslabrücke für weitere drei Millionen Euro, der am 1. Januar 2012 startet. Im ersten Quartal 2012 wird auch die neue Hauptwerkstatt in Angriff genommen. Damit die Verkehrsbetriebe auch weiter ihre Schienenfahrzeuge technisch in Ordnung halten kann, bleibe die alte Hauptwerkstatt während der Bauzeit am Netz, so Juhrs.

Die Großinvestition rechne sich, weil die LVB in Zukunft effizienter arbeiten könnten, sagte der Technische Geschäftsführer. So sollen die Straßenbahnhöfe Paunsdorf und Leutzsch vom Netz gehen. In Heiterblick werden bis 2016 die Iftec (Systeminstandhaltung an Fahrzeugen und Fahrwegen), die Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB), LeoBus, Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe sowie die Leipziger Servicebetriebe (LSB) konzentriert.

Wie die 44 Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt und die Sanierung des Straßenbahnhofs Dölitz finanziert werden, sei noch offen, so Ronald Juhrs. 2013 steuern die LVB die nächste Bauphase an, zu der die Betriebswerkstatt und eine Abstellhalle, Gebäudesanierungen und die Außenanlagen gehören. Am Ende wird sich das Mammut-Zentrum auf 16,5 Hektar erstrecken.

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hexen, Geister und andere dunkle Gestalten haben am Montag ihr Unwesen im Leipziger Zoo getrieben, während die kleinen Besucher fette Beute auf der Jagd nach Süßem machten.

31.10.2011

Die Juryentscheidung zur künstlerischen Ausstattung der neuen Leipziger Propsteikirche ist auf Januar verschoben worden. Das Preisgericht werde sich am 7. Januar noch einmal treffen, erklärte Vorsitzender Walter Zahner am Montag.

31.10.2011

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat am Reformationstag daran erinnert, dass der Freiheitsgedanke eine Errungenschaft der Reformation ist. „Luther wollte, dass die Menschen mündig sind, selbst lesen und sich einen Standpunkt bilden“, sagte Käßmann am Montag in der voll besetzten Leipziger Nikolaikirche, wo sie mit mehreren hundert Menschen den Festgottesdienst feierte.

31.10.2011
Anzeige