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Baggern für den Mastriesen im Messegrund - 191 Meter hoher Funkmast entsteht

Baggern für den Mastriesen im Messegrund - 191 Meter hoher Funkmast entsteht

Eine Bautafel für das Großprojekt gibt es noch nicht, aber für den Riesen wird schon der Boden bereitet: Im Messegrund an der Kreuzung Zwickauer Straße/Richard-Lehmann-Straße sind zwei Bagger angerückt und schaufeln das Erdreich auf jenem Terrain weg, wo in den kommenden Monaten der neue Funkmast rund 191 Meter gen Himmel wachsen wird.

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Eine Animation des Gittermastes, der noch in diesem Jahr stehen soll.

Quelle: LVZ .

Eine offizielle Grundsteinlegung sei nach jetzigem Stand nicht geplant, sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner gestern auf LVZ-Anfrage.

Wie berichtet, sollte die mächtige Gitterkonstruktion nach den ursprünglichen Plänen schon Ende 2014 fertig sein. Im November 2012 war das Projekt erstmals vorgestellt worden, der sogenannte vorhabenbezogene Bebauungsplan sollte im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden - doch dann wurde entschleunigt. Erst ein Jahr später lag der Planentwurf im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Einsichtnahme aus, und vor allem der Verein der Freunde von Marienbrunn zog dagegen zu Felde. Der stählerne Koloss wäre für das nahe gelegene denkmalgeschützte Gartenstadtensemble ein Katastrophe, hieß es. Außerdem dränge er sich in die Sichtachsen zum Völkerschlachtdenkmal.

Eine Bautafel für das Großprojekt gibt es noch nicht, aber für den Riesen wird schon der Boden bereitet: Im Messegrund an der Kreuzung Zwickauer Straße/Richard-Lehmann-Straße sind zwei Bagger angerückt und schaufeln das Erdreich auf jenem Terrain weg, wo in den kommenden Monaten der neue Funkmast rund 191 Meter gen Himmel wachsen wird.

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Amtlicherseits wurde eingeräumt: "Eine optische Beeinflussung von einzelnen Sichtbezügen zum Beispiel hinsichtlich des Völkerschlachtdenkmals, der Gasometer oder des Krematoriums auf dem Südfriedhof findet statt." Bezüglich "einer potenziellen Beeinträchtigung unterliegender Gebäude" nehme sich der Mast durch seine Gestaltung aber "auch deutlich zurück". Im Oktober 2014 gab der Stadtrat endlich grünes Licht. Auch mit Verweis darauf, dass noch offene Fragen geklärt worden seien, bei der Architektur der Mastspitze nachgebessert wurde und die bisher als Sendeanlage verwendete Esse an der Arno-Nitzsche-Straße nur noch mit befristeten Sondergenehmigungen genutzt werden könne. Von dort aus erfolgt bisher die Versorgung mit digitalem terrestrischen Fernsehen (DVB-T) durch die Firma Media Broadcast. 2020 läuft der Nutzungsvertrag für den samt Antenne 190 Meter hohen Schornstein ab.

Der neue, in Regie der Deutschen Funkturm GmbH aufgestellte Gittermast soll die DVB-T-Ausstrahlung künftig sicherstellen. Nach dem Baustart auf dem Gelände, das einst Kleingärten beherbergte und später durch Aufschüttungen verwilderte, gibt es nun einen straffen Zeitplan. Im April wird das Fundament mit 250 Kubikmetern Stahlbeton eingebracht, dann folgen die Vormontage und die Installation der Mastsegmente. Voraussichtlich im September/Oktober werden Antennenanlage und Blitzfangkorb aufgesetzt. Inklusive der Umfeldgestaltung am Sockel soll im März 2016 das lichtgrau getönte und rund 300 Tonnen schwere Bauwerk betriebsbereit sein.

Schon einmal gab es in Leipzig große Gittermasten mit Sendeaufgaben. Unweit des jetzigen Standortes wurden 1926 auf dem Messegelände zwei jeweils 105 Meter hohe von der Mitteldeutschen Rundfunk AG errichtet und bis 1932 verwendet. Abgelöst wurden sie von einem 125 Meter messenden Mast in Wiederau.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.03.2015

Mario Beck

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