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Lokales Bahn reißt Lokschuppen mit Drehscheibe in Leipzig ab
Leipzig Lokales Bahn reißt Lokschuppen mit Drehscheibe in Leipzig ab
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20:09 15.06.2015
Lokschuppen mit Drehscheibe: Bahn reist Anlage in Leipzig ab Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Ein historisches Gebäude verschwindet aus Leipzig: Die Bahn beginnt am Montag mit dem Abriss des Lokschuppens an der Hermann-Liebmann-Straße. Es handele sich um eine „nicht mehr betriebsnotwendige Anlage“, teilte das Unternehmen mit. Die Anlage mit Drehscheibe für Lokomotiven und Waggons, Strahlengleisen und einem Lagergebäude gehörte zum ehemaligen Bahnbetriebswerk Leipzig Hauptbahnhof Süd und ist bereits seit mehreren Jahren stark einsturzgefährdet. Der benachbarte Lokschuppen III ist in ähnlich schlechtem Zustand, zu dessen Zukunft wollte sich der Eigentümer nicht äußern. An den Lokschuppen I und II hingegen wurden in den vergangenen Jahren Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

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Die Bahn lässt den Lokschuppen an der Hermann-Liebmann-Straße abreißen. Fotos: Dirk Knofe

Vor dreieinhalb Jahren richtete ein Feuer weiteren Schaden an. Nach Angaben der DB AG sei das Dach teilweise eingestürzt. Das Denkmalgeschützte Bauwerk habe nach dem Brand massive Schäden durch Witterung, Verfall und Vandalismus aufgewiesen. Abgesehen von Arbeitsbühnen seien auch alle technischen Anlagen bereits demontiert worden. Damals wurde nicht nur das 1905 errichtete Gebäude ruiniert, sondern auch mehrere historische Wagen zerstört. Die Außenstelle des Nürnberger DB Museum in Halle hatte dort Waggons des Transeuropaexpress untergestellt, der in den 1950er Jahren der Paradezug der Deutschen Bundesbahn war und bis in die 1980er Jahre regelmäßig auf den Schienen fuhr. Wegen ihres schlechten Zustands waren die Fahrzeuge aber nur noch als Ersatzteilspender vorgesehen. 

Interesse an einem Erhalt des Lokschuppens durch Eisenbahnhistoriker habe nicht bestanden, teilte die Deutsche Bahn AG auf Nachfrage von LVZ.de mit. Bereits im vergangenen Jahr ließ die Bahn benachbarte zwei Schornsteine abbrechen. Die nun begonnenen Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein. Laut Bahn ließen sich ruhestörende Geräusche bis dahin nicht vermeiden. Das Grundstück wird nach dem Abriss gesichert, weitere Pläne bestehen der Zeit nicht. Das Grundstück wird sich selbst überlassen, die DB AG spricht dabei von Sukzession.

mro

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