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Bahn weitet Einsatz von künstlicher DNA aus – weniger Diebstähle im vergangenen Jahr

Bahn weitet Einsatz von künstlicher DNA aus – weniger Diebstähle im vergangenen Jahr

Leipzig. Die Deutsche Bahn weitet den Einsatz von künstlicher DNA aus. Das Unternehmen will die Hochtechnologie aus dem Labor nun auch auf dem zwölf Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Leipzig-Stötteritz und Gaschwitz einsetzen.

Das Ziel ist es, Buntmetalldieben das Handwerk zu legen. Die Großbaustelle, hier wird die Strecke für den Anschluss an den Citytunnel fit gemacht, war in den vergangenen Monaten ein Schwerpunkt von Langfingern.

Ende 2011 hatte die Bahn das Verfahren mit der künstlichen DNA eingeführt. Dabei werden neuverlegte Kabel mit einer Flüssigkeit eingesprüht. Wenn sie getrocknet ist, lässt sich die wetterfeste Labor-DNA mit bloßem Augen nicht mehr erkennen. Kleinste Teilchen werden erst unter UV-Licht wieder sichtbar. Unter dem Mikroskop sind dann auch ein Hologramm mit dem DB-Logo und die Kombination für den betroffenen Gleisbereich zu erkennen.

 „Jeder Streckenabschnitt erhält seine eigene Codierung“, sagte damals Philipp Cachée bei der Vorstellung des Projekts. Der Wissenschaftler ist Laborleiter eines Privatunternehmens in Brieselang bei Berlin. Durch die Technik ließen sich spätere Funde genau zuordnen und seien vor Gericht verwertbar.

Nach anderthalb Jahren Erprobung zieht die Bahn ein erstes positives Fazit. Die Zahl der Diebstähle von Buntmetall sei bundesweit im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um zehn Prozent zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit. Mitteldeutschland bleibe aber weiter ein Schwerpunkt. Sachsen weise noch immer mit 465 Fällen (minus 57 Prozent gegenüber 2011) die höchste Rate auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 379 Fällen (minus 171 Prozent gegenüber 2011) und Thüringen mit 87 Fällen (plus 18 Prozent gegenüber 2011). Den Rückgang führt die Bahn nicht nur auf die künstliche DNA zurück, parallel seien auch die Streifen der Bundespolizei verstärkt worden.

Die Bahn hat zudem mit Metallhändlern eine Sicherheitspartnerschaft abgeschlossen. Betreiber von Schrottplätzen würden dabei für Diebesgut sensibilisiert. Außerdem verzichtet das bundeseigene Unternehmen immer öfter auf Kupferkabel und verwendet statt dessen alternative Materialen wie Stahl, die wegen des geringeren Marktpreises für Diebe weniger interessant sind.

Der Bahn ist durch Diebstähle im vergangenen Jahr ein Schaden von rund 17 Millionen Euro entstanden. Auswirkungen hätten die Übergriffe auch auf den Betriebsablauf gehabt. So seien durch von Kabeldieben angerichtete Schäden insgesamt 240.000 Verspätungsminuten entstanden.

Matthias Roth

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