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Lokales Bahn will Mehrkosten durch Umbenennung des Leipziger Leuschner-Platzes von Stadt zurück
Leipzig Lokales Bahn will Mehrkosten durch Umbenennung des Leipziger Leuschner-Platzes von Stadt zurück
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16:07 06.10.2011
Der Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig: Er soll ab 2013 „Platz der Friedlichen Revolution“ heißen. Sollte dieser Fall eintreten, will die Bahn - als Citytunnel-Bauherrin - die entstehenden Mehrkosten von der Stadt zurückfordern. Quelle: Wolfgang Zeyen
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„Eine Namensänderung ist generell mit organisatorischem und finanziellem Aufwand verbunden, da alle Bestands- und Planungsunterlagen angepasst werden müssen. In jedem Fall ist die Kostenübernahme zu klären“, teilte eine Bahn-Sprecherin am Donnerstag auf LVZ-Online-Anfrage mit.

Bis zur Ratssitzung bleibt die Bahn als Bauherrin des Citytunnels bei ihrer Ausrichtung auf den Leuschner-Platz, auch wenn eine Umbenennung den Stimmungen in den Fraktionen nach wahrscheinlich ist. „Aktuell laufen alle Planungen darauf hinaus, dass die Station Wilhelm-Leuschner-Platz heißt“, so die Sprecherin. Angaben zur Höhe von möglichen Mehrkosten durch Beschilderungen in der Station und die Umprogrammierung der Zug- und Haltestellensoftware machte die Bahn nicht.

In der Beschlussvorlage des Stadtrates zur Umbenennung heißt es jedoch, dass sich diese „als sehr schwierig“ gestalte, da die „Verankerung der Stationsbezeichnung in allen Systemen der Bahn sowie den gesamten Planwerken des Projektes“ geändert werden müsse.

Im städtischen Verkehrs- und Tiefbauamt rechnet Sprecher Christoph Bock derweil nicht mit horrenden finanziellen Belastungen durch die Umbenennung. „Wenn jetzt alles schon fertig wäre, würden die Kosten sicher extrem ausfallen, aber in diesem frühen Stadium des Baus erwarte ich keine hohen Summen“, mutmaßt Bock.

Grundsätzlich seien die Betreiber von anliegenden Unternehmen sowie die Anwohner für die Folgen der Umbenennung verantwortlich. Das betrifft hauptsächlich Adressänderungen und neue Briefköpfe. Die Beschilderung des Platzes würde die Stadt übernehmen. „Neue Straßenschilder kosten 170 Euro, das ist also nicht die große Belastung“, sagt Bock.

Ob die LVB die Kosten für die Neubeschilderung der Straßenbahnhaltestelle am Leuschner-Platz und die Umprogrammierung der Straßenbahnen bei der Stadt einholen kann, müsse erst geprüft werden. „Da muss das Kleingedruckte im Vertragswerk zwischen Stadt und LVB durchsucht werden, wer solche Kosten tragen muss“, erklärt der Amtssprecher. 

Sebastian Fink

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