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Lokales Bahnhof des Jahres: Leipzig auf dem Sprung zum zweiten Titel
Leipzig Lokales Bahnhof des Jahres: Leipzig auf dem Sprung zum zweiten Titel
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22:00 22.08.2013
Ankunft eines ICE am Leipziger Hauptbahnhof. Quelle: Wolfgang Zeyen

Mehr als 2200 Einsender haben sich laut Jury-Mitglied Dirk Flege an dem Wettbewerb beteiligt. Für Leipzig – zuletzt 2011 Bahnhof des Jahres – voteten im Ranking fast doppelt so viele wie für das zweitplatzierte Hannover. Mit der Post im Gepäck machte sich die Jury auf zu ausgedehnten Testreisen durch ganz Deutschland, besuchte incognito die Top 20 und fällte dann ihr Urteil. „An Leipzig gab es nichts zu mäkeln,“ so Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Spielend habe der Kopfbahnhof alle von der Jury ausgedachten Hürden gemeistert. „Natürlich kann ein Bahnhof zwei Mal gewinnen“, so Flege. „Wir kommen wieder, wenn im Dezember der Tiefbahnhof eröffnet. Mit fertigem Citytunnel und neuer Fahrradanlage spielt Leipzig im nächsten Jahr ganz vorne mit“, ist er sich sicher.

Den Sieg in der Kategorie Großstadtbahnhof heimste das niedersächsische Göttingen ein, weil es sich vorbildlich auf Fahrradfahrer, Fußgänger und Flaneure eingestellt habe. Göttingen sei mit Fahrradparkhaus, Fahrradwaschanlage und angeschlossener Werkstatt Deutschlands bester Fahrradbahnhof. Das war der Jury wichtig, in der neben Vertretern von Allianz pro Schiene, vom Fahrgastverband Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Autoclub Europa (ACE) erstmals auch der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC vertreten ist.

Als bester Kleinstadtbahnhof schnitt der im hessischen Taunus-Städtchen Oberursel ab, in dem die Jury „ein Paradies für Pendler“ entdeckte. Dieser Vorstadtbahnhof sei keiner von diesen lieblosen Umsteigebahnhöfen, die im städtischen Speckgürtel übermüdete S-Bahn-Pendler ausspuckten, teilte die Jury mit. Sie zeigte sich angetan von den historischen Säulen des S-Bahn-Dachs und der guten Beschilderung des weitläufigen

Areals.

Den Sonderpreis Tourismus bekommt das oberbayerische Murnau für seine „wiederauferstandene Bahnhofskultur“ und „eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Touristen“. Zehn Jahre habe der Umbauprozess in Murnau gedauert. Laut Jury hat sich das aber gelohnt. Überzeugt hätte ein rührige Wirtin des Bahnhofscafés, kundenfreundliche Automaten und ein entschlossener Investor. Nun verfüge die Tourismusregion Blaues Land über einen Bahnhof, der Wandererherzen höher schlagen lässt.

Andreas Dunte

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