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Lokales Bahnstreik: Reisende steigen auf Fernbusse um – Andrang in der Leipziger Goethestraße
Leipzig Lokales Bahnstreik: Reisende steigen auf Fernbusse um – Andrang in der Leipziger Goethestraße
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13:35 18.10.2014
Auch an der Fernbus-Haltestelle in der Leipziger Goethestraße herrschte wegen des Lokführer-Streiks am Samstag großer Andrang. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Neben den Fahrzeugen für die Stadtrundfahrten reihten sich gleichzeitig bis zu sechs Fernbusse in die Warteschlange ein, teilweise wurden auch Straßenbahnen kurzzeitig behindert. Die Verkehrssituation an dem Haltepunkt gilt ohnehin als problematisch.

Die Reisenden berichteten davon, dass am Sonnabend deutlich mehr Passagiere als üblich ein- und ausstiegen. Juliane Nuys-Pickny machte sich zum Beispiel auf den Weg nach Frankfurt: „Für den Streik der GDL habe ich ein gewisses Verständnis, aber am Ende trifft er die Falschen“, sagte die Ingenieurin. „Gerade viele junge Leute und Menschen mit geringen Einkommen fahren Bus und Bahn. Wegen des Streiks müssen nun viele auf andere Beförderungsmittel umsteigen, die teuer sind.“ Normalerweise koste eine Busfahrt 21 Euro, im Moment zahle sie 43 Euro, so Juliane Nuys-Pickny.

MeinFernbus-Buchungen verdreifachen sich

So sorgt der Lokführerstreik bei den Fernbus-Unternehmen für größeren Umsatz. „Wir haben drei Mal mehr Buchungen als an einem normalen Wochenende“, sagte MeinFernbus-Sprecherin Marie Gloystein gegenüber LVZ-Online. Die Strecke Leipzig-Berlin gehöre zu den am stärksten nachgefragten Verbindungen.

Trotz des Andrangs sei die Route jedoch nicht ausgebucht, so Gloystein. Dazu tragen auch zusätzlich Busse bei: Bundesweit bietet MeinFernbus wegen des Streiks 100 Extra-Fahrten an. „Wir arbeiten mit 85 mittelständischen Verkehrsunternehmen zusammen, die die Busse zur Verfügung stellen“, sagte Gloystein. Unter Umständen entsprächen die Fahrzeuge daher nicht den üblichen Standards, müssten Passagiere beispielsweise auf Internetverbindungen verzichten.

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder zu einem Streik aufgerufen, der am Sonnabend um 2 Uhr begonnen hat und noch bis Montagmorgen, 4 Uhr, dauern soll. Nach Angaben der Bahn läuft der Notverkehr in Mitteldeutschland weitgehend stabil.

Überblick zum möglichen Ersatzverkehr der Bahn in Mitteldeutschland

Michael Frömmert / Dirk Knofe

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