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Lokales Barrierefreiheit am Hauptbahnhof Leipzig: Rat fordert Lösung für Citytunnel-Verteilerebene
Leipzig Lokales Barrierefreiheit am Hauptbahnhof Leipzig: Rat fordert Lösung für Citytunnel-Verteilerebene
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17:00 11.12.2013
Neun Stufen im Fußgängertunnel von der City zu den Promenaden Hauptbahnhof werden zur Hürde - CDU und Linke fordern Barrierefreiheit. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Stadt allerdings fehlt das Geld: Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) machte klar, dass objektiv allein die Kommune für die Finanzierung der Nachbesserung zuständig sei.

CDU und Linke hatten schnelles Handeln gefordert, denn im Fußgängertunnel vom Willy-Brandt-Platz zu den Promenaden machen sieben Stufen Familien mit Kinderwagen, Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern das Leben schwer. Siegfried Schlegel von den Linken brachte eine Rampe als schnelle und einfache Lösung ins Gespräch.

Fotos vom Übergang am Hauptbahnhof:

"Wenn die Stadt das allein finanzieren muss, ist das aus meiner Sicht problematisch", sagte Dubrau. Sie erklärte aber gleichzeitig, dass die Verwaltung bereits intensiv mit dem ECE als Promenaden-Betreiber, der Deutschen Bahn und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) über eine Kostenteilung verhandele. "Wenn die Stadt 25 oder 33 Prozent der Kosten tragen soll, könnten wir schnell handeln", sagte die Baubürgermeisterin. Die Verwaltung will außerdem den Behindertenbeirat in die Verhandlungen einbeziehen.

Bahn soll sich an Kosten beteiligen

Auch CDU und Linke fordern in ihrem Vorstoß, die Bahn und ECE zu einer Beteiligung an den Kosten zu bewegen. Konrad Riedel von der Union erinnerte außerdem daran, dass Sachsens Behindertenbeauftragter bereits im September gefordert habe, die Barrierefreiheit an dem Verkehrsknotenpunkt herzustellen.

Die Liberalen lehnten den Antrag ab: Es gebe über die Fußgängerüberwege vom Willy-Brandt-Platz und über Aufzüge zu den Bahnsteigen die Möglichkeit, sowohl den Bahnhof als auch das Einkaufszentrum barrierefrei zu erreichen, so René Hobusch. Den Stadträten, die Barrierefreiheit auf der Verteilerebene forderten, warf Hobusch "politische Demenz" vor, denn der Rat habe 2006 der Unterführung in der jetzigen Form zugestimmt. Aktuell seien Probleme bei Kitas und Schulen drängender, als der Übergang zu einem Shoppingtempel.

Eine Mehrheit der Abgeordneten sprach sich trotzdem für die Maßnahme aus. "Wenn wir damals tatsächlich einen Fehler gemacht haben sollten, wäre es Aufgabe des Bauherrn gewesen, uns auf Versäumnisse und die Gesetzeslage hinzuweisen", sagte Linke-Abgeordnete Margitta Hollick am Rande der Sitzung gegenüber LVZ-Online. Zur rechtlichen Lage hatte Dubrau erklärt, dass mit den alternativen Wegen in den Bahnhof die gesetzliche Pflicht tatsächlich erst einmal erfüllt sei. Vorerst will die Verwaltung mit Schildern darauf hinweisen, dass der Fußgängertunnel nicht barrierefrei ist.

Evelyn ter Vehn

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