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Lokales Leipziger Maximilianallee wird für drei Monate zum Nadelöhr
Leipzig Lokales Leipziger Maximilianallee wird für drei Monate zum Nadelöhr
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09:59 09.07.2018
In den vergangenen 20 Jahren gab es in der Maximilianallee nur Teilsanierungen, bei denen bis zu vier Kilometer lange Staus auftraten. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Mit täglich 42 000 Fahrzeugen ist die Maximilianallee im Leipziger Norden die am stärksten frequentierte Zufahrtsstraße in die Stadt. Deshalb sind besonders viele Autofahrer betroffen, wenn am Montag die Sanierung der Fahrbahnen zwischen der Essener Straße und der Messe-Allee beginnt. Statt zwei Spuren steht dann nur noch eine Spur in jede Richtung zur Verfügung – vor allem in den Hauptverkehrszeiten warnen Leipzigs Verkehrsplaner deshalb vor Staus. Eine offizielle Umleitungsempfehlung gibt es nicht. Der Grund: Auch die Ausweichtrassen Delitzscher Landstraße und Landsberger Straße sind in den Spitzenzeiten stark frequentiert.

Arbeiten beginnen auf stadteinwärtigen Spuren

Am Montag werden im Baubereich die Geländer des Mittelstreifens demontiert und anschließend eine Zu- und eine Abfahrt asphaltiert. Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr will so eine komplette Fahrtrichtung vom Verkehr freilenken – also zwei Spuren nebst Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen, die dann erneuert werden. Der Baubereich ist 1,5 Kilometer lang und erstreckt sich von der nördlichen Anbindung der Brücke Essener Straße bis zu den südlichen Rampenbereichen der Auf- und Abfahrten der Messe-Allee. Dort sollen nicht nur die Asphaltdecken, sondern auch die sogenannten Asphaltbinderschichten abgetragen und erneuert werden. Der Zeitplan sieht vor, zunächst bis Mitte August die beiden stadteinwärtigen Fahrbahnen zu erneuern, anschließend die stadtauswärtigen. Die südlichen Rampen des Abzweigs Messe-Allee werden ebenfalls gesperrt – allerdings nur für jeweils zwei Wochen, die noch nicht genau feststehen. Bis Mitte September soll die eigentliche Fahrbahnerneuerung geschafft sein; anschließend werden bis Ende September die provisorischen Mittelstreifenüberfahrten geschlossen.

Zweite Bauetappe im Sommer 2019

Der Freistaat beziffert die Kosten der Bauarbeiten mit rund zwei Millionen Euro, die der Bund zur Verfügung stellt. Im nächsten Jahr werde ein weiterer Abschnitt der Maximilianallee erneuert, heißt es in Dresden. Dann wird von der Messe-Allee bis zur Kreuzung Dübener Landstraße/Bundesstraße 184 gearbeitet; nach LVZ-Informationen wird in den verkehrsschwachen Sommerferien gebaut. Der etappenweise Austausch der Mittelplanken soll in diesem Bereich noch in diesem Jahr starten – gleich nach Abschluss des ersten Bauabschnitts. Autofahrer müssen dann weiter mit punktuellen Einschränkungen rechnen.

Unter Experten hat die Bauankündigung Rätselraten ausgelöst. Denn die Maximilianallee wurde vor 20 Jahren gebaut und hätte eigentlich die jetzt avisierte Erneuerung der Deckschicht schon vor zehn Jahren benötigt. Offenbar habe der Bund die dafür notwendigen Mittel nicht bereitgestellt, heißt es jetzt. In Dresden wird betont, dass die Arbeiten jetzt dringend notwendig sind. Denn der nächste Winter könnte die Schicht unter der stark geflickten Fahrbahn beschädigen – dann würden deutlich aufwändigere Arbeiten notwendig, als jetzt geplant sind. Bohrungen hätten ergeben, dass die tieferliegenden Schichten noch nicht beschädigt sind, heißt es im Landesamt. Doch exakt feststellen könne man dies erst, wenn die Deckschicht abgefräst ist.

Kein „Gammel-Asphalt“ verbaut

Die Behörde widersprach gestern dem Verdacht, auf der Maximilianallee sei „Gammel-Asphalt“ verbaut worden. Angesichts des starken Verkehrs sei der festgestellte Verschleiß nicht untypisch, so Behördensprecherin Isabell Siebert.

Von Andreas Tappert

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