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Baubürgermeister kündigt neue Rad-Stellplätze an - Bahnhof des Jahres steht in Leipzig

Baubürgermeister kündigt neue Rad-Stellplätze an - Bahnhof des Jahres steht in Leipzig

Der Leipziger Hauptbahnhof ist am Montag offiziell als „Bahnhof des Jahres“ ausgezeichnet worden. Die Jury überreichte der Deutschen Bahn und der Stadt die entsprechende Urkunde.

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"Bahnhof des Jahres": Enthüllung der Urkunde für den Leipziger Hauptbahnhof am 19.09.2011 - unter anderem mit Baubürgermeister Martin zu Nedden (SPD, l.) und Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP, 2.v.r.)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Ursprünglich sollte vor Verkehrspolitikern, Vertretern von Fahrgastverbänden und der Presse eine Siegertafel enthüllt werden. Doch daraus wurde vorerst nichts.

„Sie ist noch in der Post“, formulierte es Barbara Mauersberg, Sprecherin der Allianz pro Schiene, etwas salopp. Wo genau das Problem im Versand lag, konnte sie noch nicht sagen. Sie versicherte aber, dass die Tafel bald aufgestellt werden würde. Auf einer metallenen Stele soll sie auf dem Querbahnsteig zwischen Info-Punkt und Treppe der Westseite ihren Platz finden.

Dass der Leipziger Verkehrsknotenpunkt ein würdiger Preisträger sei, darin waren sich die Gäste auf dem Podium am Montag einig. Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, sagte: „Es ist ganz einfach ein sehr schöner Bahnhof, in dem man sich wohlfühlt, unproblematisch umsteigen und einkaufen kann.“

Weitere Kriterien waren für die Jury aus Allianz pro Schiene, Pro Bahn, Verkehrsclub Deutschland, Automobil Club Europa und Deutschem Bahnkunden-Verband: Sauberkeit, Kundenfreundlichkeit, Erreichbarkeit und Anbindung an andere Verkehrsmittel, Behinderten- und Familienfreundlichkeit sowie das Gebäude an sich.

Kritische Töne brachte ausgerechnet einer, dem die Auszeichnung überreicht wurde. Auch als der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene und Moderator des Tages, Dirk Flege, das Thema nicht so recht angesprochen wissen wollte, sagte Leipzigs Baubürgermeister Martin zu Nedden (SPD): „Wir sehen mit Sorge, dass die Qualität der Verbindungen in den letzten Jahren abgenommen hat.“ Dies betreffe seit dem Fahrplanwechsel 2010 insbesondere die Züge in Richtung Süden und Westen. „Die Bedeutung eines Bahnhofes hängt eben auch von den Verbindungen ab“, betonte zur Nedden. Er hoffe, dass die Bahn die technischen Probleme an den ICE-Zügen bis 2013/14 löse und Leipzig dann besser an das Fernverkehrsnetz angeschlossen werde.

Baubürgermeister sieht Bedarf von 1500 Fahrradstellplätzen am Hauptbahnhof

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Leipzigs Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) hat neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Hauptbahnhof angekündigt.

Quelle: André Kempner

Eine gute Nachricht brachte der Baubürgermeister für Fahrradfahrer mit: An der Westseite des Bahnhofes sollen kurzfristig mindestens 200 Stellplätze mit Bügeln geschaffen werden. „Diese sind finanziert“, sagte zur Nedden gegenüber LVZ-Online. Darüber hinaus sehe er einen Bedarf von insgesamt etwa 1500 Rad-Plätzen an dem Verkehrsknotenpunkt. Insbesondere die westlichen, durch den Citytunnel frei werdenden Areale könnten dafür genutzt werden. „Wir sind darüber derzeit in Gesprächen mit der Bahn.“

Der Leipziger Hauptbahnhof erhielt die Auszeichnung „Bahnhof des Jahres“ in der Kategorie „Stadt mit über 100.000 Einwohner“. Halberstadt gewann in der Rubrik „mit weniger als 100.000 Einwohner“. Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) wollte sich bei der Preisverleihung am Montag nicht auf einen Tipp für den Sieger des nächsten Jahres festlegen. Mit Blick auf den Citytunnel sagte er aber in Richtung Jury: „In Leipzig entstehen ja derzeit einige Bahnhöfe unterirdisch. Vielleicht ist ja da einer dabei.“

Vor der Wahl waren die Bahnkunden aufgerufen, im Internet Kandidaten für den „Bahnhof des Jahres“ vorzuschlagen. Ganz oben auf der Liste stand am Ende Stuttgart. „Aber das hatte, glaube ich, ganz andere Gründe“, spielte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene und Moderator des Tages, Dirk Flege, auf die Proteste gegen Stuttgart 21 an. Mit weitem Abstand auf Rang zwei fand sich schließlich Leipzig.

Vorschläge für die Bahnhöfe des Jahres 2012 können bereits jetzt online unter www.allianz-pro-schiene.de eingebracht werden.

Die Preisträger der vergangenen Jahre:

Darmstadt Hbf und Baden-Baden (2010)

Erfurt Hbf und Uelzen (2009)

Karlsruhe Hbf und Schwerin Hbf (2008)

Berlin Hbf und Landesberg/Lech (2007)

Hamburg Dammtor und Oberstorf (2006)

Mannheim Hbf und Weimar (2005)

Hannover Hbf und Lübben (2004)

Michael Frömmert

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