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Lokales Bauen mit dem Konjunkturpaket II – 53 von 105 Projekten in Leipzig bereits abgeschlossen
Leipzig Lokales Bauen mit dem Konjunkturpaket II – 53 von 105 Projekten in Leipzig bereits abgeschlossen
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16:18 25.03.2011
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Leipzig

Fazit von Bürgermeister Martin zur Nedden: Hat geklappt. Am Freitag stellten der Baubürgermeister sowie der Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht gemeinsam mit Hochbauamtsleiter Raimund Krell die vorläufigen Ergebnisse fest. Bislang sind von 105 Vorhaben 53 bereits abgeschlossen. Der Rest soll bis Ende Oktober abgewickelt werden.

62 Millionen Euro vom Bund, den Rest legt die Stadt oben drauf. So stehen insgesamt 83 Millionen Euro für 105 Bauprojekte zur Verfügung. Einen Großteil, 65 Prozent, investiert die Stadt in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten. Der Rest fließt unter anderem in Sportbauten, Kultureinrichtungen und Freiflächen.

So landen Fördermittel etwa in der Sanierung der Tribüne der Rennbahn Scheibenholz und in der Volkshochschule sowie der Stadtbibliothek. Das größte Projekt unter den Schulen ist die Förderschule am Diesterweg. 7,7 Millionen Euro kostet es, das Bestandsgebäude komplett zu sanieren und dieses um einen weiteren Bau mit Klassenzimmern, einem Bereich für die Ganztagsbetreuung und einer Ein-Feld-Sporthalle zu erweitern. Baubeginn war im September 2009, im Juli diesen Jahres soll alles fertig sein. Ebenfalls eine Ein-Feld-Sporthalle erhält die Franz-Mehring-Grundschule.

Auch ein Gebäude der Mittelschule Nachbarschaftsweg wird komplett saniert. Zudem entsteht hier ein Erweiterungsbau und die Schule soll barrierefrei werden.

Ob sich bei der Sporthalle Radrennbahn, Investitionen im Stadtbad und der Kongresshalle etwas tut, wurde lange in der Öffentlichkeit diskutiert, letztendlich aber vom Stadtrat abgenickt. Ausschlaggebend für das Stadtbad war neben dem 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2016 das große Engagement der Bürger mit der Förderstiftung, das Albrecht bei der Pressekonferenz besonders betonte.

Mittel für die Kongresshalle am Zoo aus dem Bundesfördertopf fließen übrigens nur in den ersten Bauabschnitt. In diesem wird das Gebäude unter anderem grundhaft saniert, soll dann aber schon nutzbar sein. Insgesamt kostet dies 12,1 Millionen Euro, 7,7 Millionen kommen aus dem Konjunkturpaket II. Für die Radrennbahn schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus – nach drei Wochen entschied die Jury. Insgesamt rechnet die Stadt hier mit 4,3 Millionen Euro und einem Bauende im vierten Quartal diesen Jahres.

Der lange Winter verzögerte viele Bauarbeiten, außerdem hätten einige Verträge öfter ausgeschrieben werden müssen, weil kein ordentliches Angebot eingegangen sei, erklärt Albrecht. Auch Lieferengpässe bei Fenstern, Türen und Brandschutzeinrichtungen habe es gegeben. „Vom Konjunkturpaket machen ja die meisten Städte Gebrauch, da benötigte plötzlich jeder diese Dinge. Auch waren einige Leipziger Firmen für andere Städte tätig, so dass sie hier keine Aufträge mehr annehmen konnten“, sagt Krell.

80,1 Prozent der vergebenen Aufträge 2010 gingen an Firmen im Kammerbezirk Leipzig. Zur Nedden sagt: „Ohne das Konjunkturpakte hätte es keinen der Aufträge gegeben. Wir haben von Anfang an mit der Handwerks- und Industrie- und Handelskammer zusammengearbeitet, um Firmen aus der Region für unsere Vorhaben zu gewinnen.“

Vom Bund abgelehnt wurden Fördermittel für energieeffizientere Ampelanlagen und das Tanztheater.

Am 31. Oktober müssen für alle geförderten Projekte die Nachweise und Abrechnungen beim Bund abgegeben sein.

Magdalena Froehlich

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