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Lokales Baulücke am Gesundheitsboulevard wird geschlossen
Leipzig Lokales Baulücke am Gesundheitsboulevard wird geschlossen
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00:35 02.07.2015
Im Jahr 2013 wurde das rund 40 Meter hohe Bettenhaus Platte für Platte. Seitdem gibt es eine Freifläche im medizinischen Viertel an der Liebigstraße. Fotos: André Kempner Quelle: André Kempner
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Leipzig

Für die Komplettierung des medizinischen Viertels der Leipziger Universität in der Liebigstraße ist eine weitere wichtige Weichenstellung erfolgt. Nachdem Ende 2013 vertraglich zwischen dem Freistaat Sachsen, dem Uni-Klinikum (UKL) und der Medizinischen Fakultät die Errichtung eines Neubaus auf dem Areal des abgerissenen Bettenhauses vereinbart worden war, hat er nun seine architektonische Kontur bekommen. Zunächst als virtueller Gestaltungsentwurf: Errichtet wird der vierstöckige Gebäudekomplex nach den Plänen der Planungsgesellschaft Wörner, Traxler und Richter, deren Experten bereits das 2007 fertiggestellte UKL-Zentrum für Frauen- und Kindermedizin sowie das 2009 vollendete Zentrum für konservative Medizin konzipiert hatten.

Äußerlich wird sich die sogenannte östliche UKL-Erweiterung harmonisch in die Klinikbauten am Gesundheitsboulevard einfügen. Real Gestalt annehmen soll die Großinvestition ab dem kommenden Jahr. Professor Wolfgang Fleig, der Vorstandssprecher des Uni-Klinikums, sagte, die Planungen würden jetzt in die Endphase gehen, sodass 2016 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden könne. Wie berichtet, sind für das Gesamtvorhaben rund 85 Millionen Euro veranschlagt. 2018 soll der Neubau fertig sein. „Wir brauchen dringend mehr Platz für die Frauen- und Kindermedizin, die Onkologie, die operativen Fächer und andere Bereiche“, sagte Fleig. Rund 10. 000 Quadratmeter Nutzfläche werden in dem jetzt konzipierten Haus zur Verfügung stehen. „Es wurde ja schon gewitzelt, wir würden die Freifläche im Winter zu einer Spritzeisbahn umfunktionieren“, so Fleig.

Die Lücke, die am Ende der Liebigstraße zwischen dem Zentrum für Frauen- und Kindermedizin sowie Institutsgebäuden klafft, war vor zwei Jahren durch den Abriss des Bettenhauses entstanden, das bis dahin mit seinen gut 40 Metern Höhe die Dominante im medizinischen Viertel war. 1984 eingeweiht, hatte der Plattenbau 2009 ausgedient und verschwand mit einer aufwändigen Demontage schließlich von der Bildfläche, um Platz für Neues zu schaffen.

Wenn ab nächstem Jahr der Klinikkomplex wächst, sollen nebenan zwei Sanierungsvorhaben endlich abgeschlossen sein, die sich in der Vergangenheit immer wieder verzögerten. Folge: andauernde Interimslösungen für die Institute für Rechtsmedizin und Pathologie. Eigentlich sollten deren angestammte Domizile schon 2014 runderneuert sein. Nunmehr ist die Übergabe für den Herbst dieses Jahres avisiert. Bauherr ist hier nicht das UKL, sondern der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Unter dessen Ägide sollen ab 2015 auch die Sanierung und der Umbau der Mensa in der Liebigstraße beginnen, die seit Langem durch ein undichtes Dach nur eingeschränkt im Erdgeschoss als „Mensaria“ verwendbar ist. Ab September rücken dort die Bauleute an, drei Jahre werden die Arbeiten an dem Gebäude dauern, das danach neben der Speiseversorgung auch die Life-Science-Bibliothek und die Lernklinik beherbergen wird.

Für die Ertüchtigung des benachbarten Studienzentrums und Sitzes der Medizinischen Fakultät ist hingegen kein Land in Sicht. Dort wird aufgrund fehlender Investitionsmittel weiter der Putz bröckeln.

BU: Im Jahr 2013 wurde das rund 40 Meter hohe Bettenhaus Platte für Platte. Seitdem gibt es eine Freifläche im medizinischen Viertel an der Liebigstraße. Fotos: André Kempner

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