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Lokales Baupläne für Kasernen in Möckern liegen öffentlich aus
Leipzig Lokales Baupläne für Kasernen in Möckern liegen öffentlich aus
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07:00 31.08.2016
In der künftigen König-Albert-Residenz werden bereits drei historische Gebäude denkmalgerecht saniert.  Quelle: Foto: Frank Schütze
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Leipzig

Eines der größten Wohnungsbau-Vorhaben in Leipzig hat jetzt eine weitere Hürde genommen. Demnach können bald etwa 730 Wohnungen auf zwei früheren Kasernen-Arealen an der Olbrichtstraße in Möckern entstehen.

Vergangene Woche fasste der Stadtrat den sogenannten Billigungs- und Auslegungsbeschluss für die Bebauungspläne 357.1 (5,8 Hektar im früheren Werk Motor) sowie 357.2 (die historische Heeresbäckerei auf 3,6 Hektar). Da beide Areale direkt nebeneinander liegen, wurden sie von der Stadt gemeinsam geplant. Die Fraktionen der Linken und SPD stellten noch Änderungsanträge, welche sich die Verwaltung zu eigen machte. „Demnach soll auf diesen Flächen oder unmittelbar daneben noch eine Kita entstehen“, erklärte Stadtrat Siegfried Schlegel (Linke). Auch werde ein direkter Weg zum S-Bahn-Haltepunkt Olbrichtstraße geprüft, damit die etwa 1000 bis 1500 Bewohner des neuen Quartiers keine großen Umwege zur Bahn laufen müssen.

Vom 13. September bis 12. Oktober werden die Entwürfe im Neuen Rathaus (vierter Stock) öffentlich ausgelegt, damit der Stadtrat noch 2016 als letzten Schritt die Satzungsbeschlüsse fassen kann, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Im Herbst will der Leipziger Projektentwickler GRK Holding mit der Vermarktung der Heeresbäckerei beginnen, erläuterte dort Geschäftsführer Torsten Kracht. 280 Wohnungen seien in den denkmalgeschützten Backsteinbauten vorgesehen. Trotz in jüngster Zeit mehrerer Feuer in einem Haus, das ohnehin schon ältere Brandschäden hatte, lasse sich die Substanz gut sanieren. Hinzu kämen noch etwa
100 Wohnungen in Neubauten, zwei Tiefgaragen mit 358 Stellplätzen sowie wenige ebenerdige Stellplätze. „Das ganze Areal wird aufwendig begrünt und erhält eine einzigartige, autofreie Mittelachse“, sagte Kracht. Familien könnten ihre Kinder so gefahrlos draußen toben lassen, auch ein Erlebnisspielplatz sei geplant.

Mit dem ersten der insgesamt fünf Bauabschnitte wolle GRK im kommenden Frühjahr beginnen. Mehr als 110 Millionen Euro investiere das Unternehmen an der Olbrichtstraße. „Vom Single-Apartment bis zum großzügigen Penthouse ist alles dabei. So ein Viertel lebt auch von der Mischung.“ Neben der hochwertigen energetischen Sanierung würden Smart-Home-Lösungen eingesetzt, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und die Betriebskosten für die künftigen Mieter und Eigentümer günstig zu halten. „Den ersten Bauabschnitt in der Heeresbäckerei wollen wir Ende 2018 fertigstellen und dann etwa alle zwei Monate einen weiteren“, so der Geschäftsführer.

Auf dem südlichen Gelände, das die Firma K&P aus Taucha entwickelt, befinden sich bereits drei der 15 denkmalgeschützten Häuser in der Sanierung. „In die alte Villa an der Olbrichtstraße ziehen jetzt die ersten Mieter ein“, so Geschäftsführerin Christine Partschefeld. Die Villa zähle neun Wohnungen, die beiden benachbarten Häuser 22 und 45. „In eines der Häuser wollen wir noch ein Restaurant samt Pension einquartieren“, erklärt sie. „Konzept und Speisekarte müssen aber zu unserer König-Albert-Residenz und den umliegenden Ex-Kasernen aus der Gründerzeit passen. Dafür wird noch ein Gastronomiebetreiber gesucht.“ Auf dem aktuell geplanten Teilbereich vom Werk Motor (eine frühere Reiterkaserne, die ihren Namen später durch Reparatureinheiten für Militärfahrzeuge erhielt) sollen nach den Sanierungen noch fünf Neubauten entstehen. Investitionsvolumen: 140 Millionen Euro. Alles in allem könnten es 350 Wohnungen werden, wobei auch hier die Autos in Tiefgaragen parken. Zudem verfolgt K&P ein Konzept, durch das sich die ganze Anlage fast komplett selbst mit Energie versorgen soll.

Von Jens Rometsch

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