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Lokales Baupläne fürs Meteorologie-Institut an der Stephanstraße
Leipzig Lokales Baupläne fürs Meteorologie-Institut an der Stephanstraße
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00:27 12.05.2018
Im historischen Turmhaus in der Stephanstraße ist das Institut für Meteorologie der Leipziger Uni untergebracht. Daneben soll ein Neubau entstehen. Quelle: André Kempner
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LEIPZIG

Wissenschaftlich ist das Institut für Meteorologie der Leipziger Uni bestens aufgestellt, aber baulich sieht es nicht so gut aus auf dem Areal der Einrichtung an der Stephanstraße. Einst war die Fläche am Johannistal mit vielen Gebäuden für die Forschung und Lehre bestückt – die Universitätssternwarte hatte dort ihren Sitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Observatorium schwer getroffen, später das gesamte Terrain planiert. Übrig blieb nur das markante Turmhaus mit der Wetterwarte, in dem das von Professor Manfred Wendisch geleitete Institut untergebracht ist. Nebenan gibt es noch ein abgenutztes Gebäude aus DDR-Zeiten, das einen Seminarraum und einige Arbeitszimmer beherbergt. Die Betriebstechnik der Naturwissenschaften nutzt auf dem Gelände einen Flachbau.

Zweigeschossiger Neubau mit 800 Quadratmetern

Seit Längerem gibt es Überlegungen, den Meteorologen ein besseres Arbeitsumfeld zu schaffen. Allmählich zeichnet sich zumindest ab, was perspektivisch kommen könnte, wenn die Finanzierung gesichert ist. In einer Ausschreibung des sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien- und Baumanagement, die sich auf bestimmte Planungsleistungen bezieht, wird das Projekt umrissen. Die Rede ist von einem zweigeschossigen Neubau mit rund 800 Quadratmetern Nutzfläche, der als sogenanntes Plus-Energie-Haus konzipiert sein soll. Bilanziell heißt das, es wird mehr regenerativ erzeugte Energie produziert als verbraucht. Dabei sollen die energetischen Potenziale der Liegenschaft an der Stephanstraße ausgeschöpft werden.

Photovoltaik-Module und Erdsonden für Wärme und Energie

Speziell ist unter anderem vorgesehen, die Süd- und Westfassade des Neubaus mit weißen Photovoltaik-Modulen zu versehen und über Erdsonden für die Klimatisierung zu sorgen. Explizit hingewiesen wird ebenso auf die Gestaltung des Daches, das begrünt werden und die studentische Kleingruppenarbeit ermöglichen soll. Auch Platz für diverse Messinstrumente soll es dort geben. Dem historischen Turmhaus ist im Zuge des Gesamtvorhabens eine Sanierung zugedacht, denkmalgerecht soll außerdem die gesamte Umfassungsmauer des Terrains auf Vordermann gebracht werden. Wann das Projekt, zu dem auch die Freiflächengestaltung gehört, aus dem Planungsstadium in die Realisierungsphase übergeht, steht noch nicht fest. Die notwendigen Gelder müssen erst noch im Landesetat fixiert werden. Geschehen könnte das im sächsischen Doppelhaushalt für 2019/20.

Von MARIO BECK

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