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Lokales Böhlitz-Ehrenberg: Streit um Georg-Schwarz-Brücken
Leipzig Lokales Böhlitz-Ehrenberg: Streit um Georg-Schwarz-Brücken
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00:29 05.03.2018
Eisenbahnbrücke in der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig. Quelle: Foto:
Böhlitz-Ehrenberg

Die eine ist über 50, die andere gerade mal 40. Eigentlich kein Alter, aber bedenkt man, was die beiden erlebt haben, ist Verschleiß nur zu verständlich. Die beiden Brücken, die Leutzsch und Böhlitz-Ehrenberg verbinden und über die täglich rund 25 000 Fahrzeuge rollen, gehen in einiger Zeit in den Ruhestand. Ab 2021 werden dann Ersatzneubauten für die Überwege aus den Jahren 1964 und 1978 errichtet – ein 50-Millionen-Euro-Projekt, das die Stadt seit Jahren vor sich her geschoben hat.

Schlechter Bauzustand

Doch jetzt muss aufgrund des schlechten Bauzustands sowie des ebenso schlechten Fahrbahn- und Gleiszustandes, fehlender Barrierefreiheit und fehlender Radwege gehandelt werden. Zudem wird die Verkehrsanlage an der Georg-Schwarz-/Leipziger Straße zwischen Philipp-Reis- und Burgauenstraße neu gebaut und der Umbau der Straße Am Ritterschlösschen bis zur Gustav-Esche-Straße (einschließlich Ersatzneubau der Brücke über den Bauerngraben) vorbereitet. Für die Straßenbahn werden barrierefreie Haltestellen und so weit wie möglich separierte Gleise in der Mitte der Georg-Schwarz-Straße angelegt. Für den Umleitungsverkehr müssten vor Baubeginn die Franz-Flemming- und die Burgauenstraße ertüchtigt werden.

Anwohner wenig begeistert

Das Bauvorhaben stößt bei Anwohnern allerdings nicht nur auf Begeisterung. Sie kritisierten unter anderem die veränderte Verkehrsführung auf der Kreuzung Georg-Schwarz-Straße/Am Ritterschlößchen/Heinrich-Heine-Straße. Dort soll nach Abschluss der Arbeiten das Geradeausfahren aus der Heinrich-Heine-Straße zum Ritterschlößchen nicht mehr möglich sein. Bewohner der Burgauen- und Lise-Meitner-Straße befürchten starken Schleichverkehr, zudem soll während der Bauarbeiten die Umleitung auch dort entlanggeführt werden.

Ortsvorsteher gegen lukrative Finanzquelle

Und hier meldet sich auch Ortschef Denis Achtner (CDU) zu Wort: „Diese Nebenstraßen sind ohnehin in sehr schlechtem Zustand, da dort Jahrzehnte nichts gemacht wurde. Es ist nicht einzusehen, dass die Anwohner nun – da die Verbindungen verstärkt gebraucht werden – über die Straßenausbaubeitragssatzung zur Kasse gebeten werden!“

Nicht ohne Grund hätte sich der Ortschaftsrat dem Antrag der Engelsdorfer Kollegen angeschlossen, diese für die Stadt lukrative Finanzquelle versiegen zu lassen. Unterstützt werden die Engelsdorfer inzwischen auch aus Holzhausen, Lützschena-Stahmeln, Liebertwolkwitz und Burghausen.

Von Andrea Richter

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