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Lokales Baustart am Lindenauer Hafen verzögert sich immer mehr
Leipzig Lokales Baustart am Lindenauer Hafen verzögert sich immer mehr
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08:56 16.09.2016
66 Wohnungen und eine Gewerbefläche will die Tauchaer Baufirma Otto Heil am Lindenauer Hafen errichten.  Quelle: Fuchshuber Architekten
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Leipzig

 
 

Am 18. Juni 2016 konnten Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) endlich den Grundstein für das Großprojekt legen. Doch dies blieb ein symbolischer Akt rings um eine Bronzeplatte mit dem Stadtwappen Leipzigs. Anders als eigentlich geplant, waren an diesem Tag keine Bagger zum Ausheben von Tiefgaragen-Gruben angerückt. Diese sollten aber im August oder September kommen, hieß es am Rande des offiziellen Akts.

Auch dieses Ziel wird nun verfehlt. Nach LVZ-Recherchen ist nicht mal sicher, ob überhaupt noch im Jahr 2016 einer der großen Investoren zur Tat schreitet. „Wir warten auf einen Nachtrag zur Baugenehmigung“, sagte Tilo Kalisch, Chef der Leipziger Firma TOK Projektbau, die am Hafen ein Haus mit 24 Wohnungen und Bäckerei-Café plant. „Je nachdem, wann uns alles vorliegt, fangen wir im November oder erst im Februar 2017 vor Ort an.“

Ähnlich klingt es bei André Dietsch von der Tauchaer Baufirma Otto Heil. Sie will nahe des Ufers 66 Wohnungen und eine Gewerbefläche errichten. „Uns fehlen noch Genehmigungen vom Bauordnungsamt. Im September wird es deshalb nichts mehr, aber wir sind drauf und dran, im Oktober oder November zu starten“, so Dietsch. Einen verlässlichen Termin könne er freilich erst nennen, wenn wirklich alle Papiere „vorliegen und sortiert sind“.

Sebastian Pfeiffer gehört zur städtischen Entwicklungsgesellschaft LESG, die das mehr als 17 Hektar große Areal vermarktet. Nach seinen Angaben sind die Firmen TOK und Otto Heil unter allen Investoren am weitesten vorangeschritten. Das Unternehmen Eyemaxx aus Wien habe sein Projekt mit 89 Wohnungen in diesem Sommer an einen „renommierten deutschen Investor“ verkauft. „Das ist für das künftige Viertel sogar vorteilhaft, weil der neue Eigentümer die Qualität der Bauten, die Eyemaxx nun für ihn schafft, noch etwas erhöhen will.“ Jedoch seien dafür Umplanungen nötig, die Zeit kosten, erläuterte Pfeifer. Bei den übrigen Investoren sei der Start ohnehin erst ab kommendem Jahr vorgesehen gewesen.

Schneller sind offenbar die Selbstnutzer. Bis Ende diesen Monats werden von insgesamt 20 Baugrundstücken für Stadthäuser 18 verkauft sein, sagte Pfeiffer. „Vier haben schon Richtfest gefeiert, drei die Bodenplatte gelegt. Die nächsten drei fangen in Kürze mit den Arbeiten an.“

Die LESG habe jetzt bereits Ausschreibungsangebote für den zweiten großen Vermarktungsabschnitt ausgewertet und sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Für jedes dieser drei Lose wurde eine Reihenfolge der Bieter festgelegt, mit denen wir nun konkrete Verhandlungen führen.“ Außerdem solle Anfang 2017 die Ausschreibung zum Bau einer Kita – eventuell mit anderen Nutzungen in den Obergeschossen – auf den Weg gebracht werden.

Von Jens Rometsch

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