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Baustart für drei neue Fünfgeschosser am Lindenauer Hafen in Leipzig

Am ehemaligen Industriehafen Baustart für drei neue Fünfgeschosser am Lindenauer Hafen in Leipzig

Die Bauarbeiten für das neue Wasserquartier im Stadtteil Neulindenau laufen langsam aber sicher auf Hochtouren. Am Montag wurde das erste Großprojekt in Angriff genommen.

Baustart für drei Fünfgeschosser am Montag am Lindenauer Hafen in Leipzig.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Spatenstich in prominenter Lage: Am Montag ist am Lindenauer Hafen im Westen der Messestadt mit dem Bau von drei fünfgeschossigen Wohnhäusern begonnen worden. Die Gebäude auf dem einstmals als „Los 2“ ausgelobten Areal sollen in 20 Monaten fertig gestellt sein, heißt es. Der „Wohnpark Aqua LindHa“ beinhaltet dann 66 Wohnungen, eine Gewerbeeinheit und 67 Stellplätze.

Das Vorhaben ist die erste große Baustelle für mehrgeschossige Wohnungen am ehemaligen Industriehafen im Stadtteil Neulindenau. Bereits im vergangenen Jahr waren mehrere mittlere und kleine Baustellen in Betrieb genommen worden. Nach dem „Aqua LindHa“ sollen in den kommenden Jahren neun weitere Großprojekte folgen, zudem sind auch eine Kindertagesstätte, verschiedene Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten geplant.

Otto Heil GmbH

Projektstudie des "Wohnpark Aqua LindHa"

Quelle:

500 neue Wohnungen auf 40.000 Quadratmetern

Im Sommer 2016 hatte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) den Grundstein für das neue, etwa 40.000 Quadratmeter große Stadtviertel gelegt. Zuvor war der Hafen an das Gewässernetz der Stadt angeschlossen und die verschiedenen Bauflächen peripher erschlossen worden. Insgesamt sollen am Lindenauer Hafen in den kommenden Jahren bis zu 500 neue Wohnungen entstehen.

„Leipzig ist die am schnellsten wachsende Stadt in Deutschland. Deshalb ist es gut, dass mit dem neuen Quartier am Hafen zusätzliche Wohnungen entstehen, auch eine attraktive Verbindung zwischen Lindenau und Grünau geschaffen wird", so Jung zur Feier des Spatenstichs am Montag. Beim Verkauf der Grundstücke habe die Stadt sogar mehr Geld eingenommen als ursprünglich gedacht. „Natürlich kann bei dem ersten großen Bauvorhaben, das heute am Hafen gestartet wird, nicht von besonders preisgünstigem Wohnen gesprochen werden. Aber wir sind in guten Gesprächen, um auch in diesem neuen Viertel sozialen Wohnungsbau mit Mietpreisbindung zu verwirklichen", erklärte Jung.

Den Warnungen, durch Bauvorhaben im gehobenen Segement würde eine Gentrifizierung vorangetrieben und die Mieten steigen, hielt Jung entgegen: "Ein vergrößertes Wohnungsangebot ist das beste Mittel, damit die Mieten nicht durch die Decke gehen. Ich werbe dafür, mehr Wohnungen zu bauen, damit die Mieten in Leipzig insgesamt bezahlbar bleiben.“

Zu Beginn der Vergabe der Flächen lief allerdings nicht alles nach Plan, zum Teil lagen die Ansprüche von Kommune und einzelnen Investoren zu weit auseinander. Letztlich mussten vorgehaltene Areale auch neu vergeben werden. Denn die Stadt Leipzig setzt im Quartier auf eine möglichst vielfältige Nutzung, will neben hochpreisigen Objekten in direkter Wassernähe auch sozialen Wohnungsbau etablieren. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) freute sich am Montag: „Auch mit dem Wechsel der Investoren ist es gelungen, die Qualität des Entwurfes aus dem Wettbewerb zu halten. Die Gebäude werden für eine hohe Nutzungs- und Lebensqualität stehen und das ganze Quartier beleben.“

Am Hafen soll nun ein komplett neuer Stadtteil entstehen. "In zwei bis vier Jahren wird die Front zum Wasser – am Kanal und Hafenbecken – in hoher Qualität bebaut sein. In den drei Häusern der Tauchaer Baufirma Otto Heil, für die wir heute den ersten Spatenstich vollführen, wird dann sicher auch ein Café oder Restaurant geöffnet sein“, so die Baubürgermeisterin.

Von mpu / jr

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