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Lokales Baustelle B 2: Lange Staus, doch Arbeiter sind nicht zu sehen
Leipzig Lokales Baustelle B 2: Lange Staus, doch Arbeiter sind nicht zu sehen
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01:00 28.08.2013
Gestern kurz nach 17 Uhr: Vor der Baustelle an der Abfahrt Koburger Straße staut sich der Verkehr zweispurig - auf der Baustelle sind keine Bauarbeiter mehr zu sehen. Quelle: Wolfgang Zeyen

In der Hauptverkehrszeit am Nachmittag reicht der Rückstau bis ins Leipziger Stadtzentrum.

Dass in der wichtigen Hauptverbindungsstraße gen Süden größere Bauarbeiten anstehen, fiel den meisten Autofahrern schon vor Tagen auf. Denn auf dem Mittelstreifen der Bundesstraße waren auf mehreren Hundert Metern Länge bereits Warnbaken aufgestellt worden. Seit Montagmorgen stehen diese Baken mitten auf der stark befahrenen Fahrbahn und sperren dort zwischen Koburger Straße und der Brücke der Deutschen Bahn eine komplette Spur - die zahlreichen Pendler kommen nur noch einspurig voran. Weil auf der Trasse täglich über 40.000 Fahrzeuge unterwegs sind, bilden sich schnell Staus.

Zu den ersten "Opfern" der neuen Baustelle gehörte am Montag Martin Schenke aus Grimma. "Für eine Strecke, die ich normalerweise in reichlich fünf Minuten zurücklege, brauche ich jetzt eine halbe Stunde", berichtete der 40-Jährige, der gegen 16.15 Uhr aus der Leipziger City stadtauswärts fuhr. "Der Rückstau hat von der Bundesstraße 2 bis zum Neuen Rathaus gereicht." Andere Autofahrer berichten, dass es an diesem Tag auch noch kurz nach 18 Uhr vor der Baustelle lange Staus gegeben habe. Am Dienstag waren noch kurz vor 17 Uhr lange Staus vorhanden.

Besonders bitter empfand Autofahrerer Schenke, dass sich auf der Straßenbaustelle kein Bauarbeiter mehr befand, als er sie passierte. "Ich war gegen 16.45 Uhr dort", erzählte er. "Zu diesem Zeitpunkt war niemand mehr zu sehen." Ihm sei klar, dass auch wichtige Trassen wie die Bundesstraße 2 irgendwann verschlissen sind und repariert werden müssen. "Aber ich empfinde es als ausgesprochen schlimm, dass nicht versucht wird, die Bauarbeiten auf so stark befahrenen Bundesstraßen zu forcieren. Dort darf doch nicht im Ein-Schicht-System gearbeitet werden, zwei Schichten sind das Mindeste." Auch am Dienstag gegen 17 Uhr waren keine Bauarbeiter mehr auf der Baustelle - die Baufahrzeuge waren am Straßenrand abgestellt.

Das Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamt, das die Sanierungsarbeiten durchführen lässt, sieht dies ähnlich. Auf solchen wichtigen Trassen würden normalerweise die Bauarbeiten mehrschichtig organisiert, hieß es dort. Dies gelte im Leipziger Süden um so mehr, da dort schon die wichtige Parallelstraße Bornaische Straße gesperrt sei. Jetzt wird überprüft, warum auf der B 2 nicht intensiver gearbeitet wird. Laut Plan sollen die Fahrbahnsanierungen bis 6. September abgeschlossen sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2013

Andreas Tappert

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