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Lokales Baustellen, Staus, Behinderungen – nach den Ferien nehmen Verkehrsprobleme in Leipzig zu
Leipzig Lokales Baustellen, Staus, Behinderungen – nach den Ferien nehmen Verkehrsprobleme in Leipzig zu
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14:16 25.08.2011
Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Dies bestätigt auch das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) der Stadt. „In den Sommerferien messen wir zehn bis 15 Prozent weniger Verkehr“, sagt Amtsleiterin Edeltraut Höfer.

Erschwert wird das reibungslose Vorankommen durch zahlreiche Baustellen. Viele Autofahrer müssen für ihren täglichen Arbeitsweg deutlich mehr Zeit einplanen als gewohnt. „Die Behinderungen durch Bauvorhaben kommen jetzt deutlicher zum Ausdruck“, räumt Höfer ein.

Brennpunkte: Lützner Straße, Karl-Liebknecht-Straße und Tröndlinring

Schwierigkeiten bereiten Verkehrsteilnehmern und Beamten insbesondere drei größere Maßnahmen: Die Arbeiten an der Lützner Straße, der Karl-Liebknecht-Straße und am Tröndlinring. Vollsperrungen, Umleitungen und Fahrbahnverengungen hemmen den Verkehrsfluss und führen zu vielen Staus rund um die betroffenen Straßen.

An der Lützner Straße, die als wichtige Verkehrader vom Kulkwitzer See bis hin zum Elsterbecken führt, ist die Lage besonders kompliziert. Gebaut wird an mehreren Stellen. Laut VTA soll es zumindest im Bereich zwischen Saarländer Straße und Brünner Straße mit Fertigstellung der Hafenbahnbrücke am 19. September zu spürbaren Entlastungen kommen, weil dann wieder die Karl-Heine-Straße als Umleitungstrasse genutzt werden kann.

Cottaweg: „Drastische Verbesserung nicht zu erreichen“

Am Knotenpunkt Hans-Driesch-Straße/Cottaweg wird sich die Lage hingegen noch weiter verschlechtern. Die „Problemstelle“ sei bekannt, „eine drastische Verbesserung der Situation ist aber aus Sicht des VTA nicht zu erreichen“, teilte die Behörde schriftlich mit. Zumal demnächst die Bauarbeiten am Abschnitt zwischen Odermannstraße und Merseburger Straße beginnen würden. Dann müsse das „komplette Verkehrsaufkommen in westliche Richtung über den bereits überlasteten Knotenpunkt am Cottaweg geführt werden. Die Arbeiten am Projekt „Neue Stadtbahn Lützner Straße“ werden mindestens noch bis November andauern.  

Schwindelfreier Blick auf die Baustelle für die Höfe am Brühl in der Leipziger City vom 1. August 2011. Quelle: André Kempner

Ähnlich kritisch ist die Situation am Tröndlinring, wo momentan die „Höfe am Brühl“ gebaut werden. Bereits in dieser Woche wurden dort Fahrspuren neben der Riesenbaustelle gesperrt. Bis der neue Knotenpunkt fertig ausgebaut ist – anvisiert ist der 16. Oktober – wird sich dies noch mehrfach wiederholen. Anfang Oktober sperren die Bauunternehmen sogar an drei Wochenenden nacheinander komplette Zufahren, um die Fahrbahndecken vor Ort aneinander anzuschließen.

Weiterhin Staus am Bundesverwaltungsgericht

Die Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße zwischen Kurt-Eisner- und Richard-Lehmann-Straße endet ebenfalls erst in ein paar Wochen. Ziel ist der 21. Oktober. Infolge der Umleitungen kommt es daher weiterhin zu Staus an der Harkortstraße am Bundesverwaltungsgericht.

Entwarnung gibt das Amt hingegen für die Ferdinand-Lassalle-Straße. Hier sollen die Bauarbeiten im Verlauf des Donnerstages, 25. August, abgeschlossen werden.

September bis November: Zahlreiche Erneuerungen von Fahrbahnen

Generell müssen sich Autofahrer in der Stadt jedoch auf weitere Staus und Verkehrsbehinderungen einstellen. Denn von September an sollen die Fahrbahndecken von vielen Straßen in der Stadt  erneuert werden. „Bis November werden wir viel Geld verbauen. Um diese Zeit werden traditionell viele Ausschreibungen beendet und die Arbeiten können beginnen.“ Gebaut wird unter anderem an folgenden Straßen: Martin-Luther-Ring, Georg-Schumann-Straße, Maximilianallee, Riesaer Straße, Wundtstraße, Richard-Lehmann-Straße und am Goerdelerring.

Da dürfte es für die Auto-, Rad- und Straßenbahnfahrer in Leipzig kein Trost sein, dass dem Verkehrsfluss theorethisch nichts im Wege steht. Das VTA teilt hierzu lapidar mit: „Ohne Baustellen ist das Netz im Wesentlichen ausreichend leistungsfähig, so dass kaum mit Behinderungen zu rechnen ist.“

Alexander Laboda

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