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Lokales Bedarf hoch: St.-Elisabeth-Verein sucht dringend „Fachpflegefamilien“
Leipzig Lokales Bedarf hoch: St.-Elisabeth-Verein sucht dringend „Fachpflegefamilien“
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18:45 12.09.2018
Für Kinder ein Abenteuerland, für Erwachsene ein Treff – die Begegnungsstätte des St.-Elisabeth-Vereins. Mit dabei: Geschäftsbereichsleiterin Claudia Griese (2.v.r.). Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Hilferuf aus dem St.-Elisabeth-Verein: Er sucht dringend professionelle Erziehungsstellen-Eltern sowohl in Leipzig als auch im Umland.

Kinder und Jugendliche, die in diesen besonderen Familien, den „Fachpflegefamilien“, leben, tragen häufig einen großen „Rucksack“ an Schwierigkeiten, Besonderheiten und Auffälligkeiten mit sich, berichtet Claudia Griese, Geschäftsbereichsleiterin für Thüringen und Sachsen.

„Oftmals gab es in ihrer Biografie Lebensraumwechsel, sodass Jugendämter nach spezifischeren und individuelleren Betreuungsangeboten suchen. Erziehungsstellen bieten Kindern ein besonderes Beziehungsgefüge, ein soziales Umfeld und Menschen an ihrer Seite, die ihnen mit viel Herz und professionellem Wissen ein neues Zuhause geben.“

Begegnungsstätte lädt nach Plagwitz

Die Familien erhalten Griese zufolge regelmäßig Fachberatung und sind kollegial eingebunden im Team weiterer Erziehungsstellen-Eltern. Interne Fortbildungen, so wie gerade erst am Mittwoch wieder, bringen die „Fachpflegefamilien“ in einen Erfahrungsaustausch und zu neuen Erkenntnissen.

Die Leipziger Begegnungsstätte des St.-Elisabeth-Vereines in der Zschocherschen Straße 87 in Plagwitz, die es seit 2016 gibt, ist ein idealer Ort für zahlreiche Treffen der Kinder miteinander und auch für Kontakte zu Herkunftsfamilien, Sozialarbeitern oder anderen Erwachsenen, die am Aufwachsen der Kinder beteiligt sind. „Bastelnachmittage, Koch-Events, Spielstunden und andere Highlights werden von den Kids sehr geschätzt“, meint Claudia Griese. Sie würden sich dabei wie im „Abenteuerland“ fühlen.

Über den St.-Elisabeth-Verein werden aktuell in Leipzig und im Umland elf Kinder und Jugendliche in sechs Erziehungsstellen betreut. Der Bedarf an weiteren neuen Lebensräumen für – häufig auch sehr junge – Kinder ist nach Angaben des Vereins hoch.

Pädagogische Ausbildung ist Voraussetzung

Wer in seinem eigenen Lebensraum ein Kind im Auftrag der Jugendhilfe integrieren, es mit Herz und Einfühlungsvermögen fördern, versorgen und erziehen möchte, kann sich sofort beim St.-Elisabeth-Verein bewerben. Eine pädagogische Ausbildung (mindestens staatlich anerkannter Erzieher oder Erzieherin) ist Voraussetzung, um überhaupt eine „Fachpflegefamilie“ werden zu können.

Ebenso sollte für jedes im Haushalt lebende Kind ein Zimmer vorhanden sein. „In der Regel werden nur bis zu zwei Kinder pro Erziehungsstelle vermittelt, da die intensive und kontinuierliche Beziehungsarbeit im Vordergrund steht“, teilt der Verein mit.

Kontakt: Geschäftsbereichsleiterin Dr. Claudia Griese (c.griese@elisabeth-verein.de; Telefon 0170/6346115)

Von Sabine Kreuz

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