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Lokales Begegnungszentrum Mühlstraße lockt Familien mit vielseitigem Angebot
Leipzig Lokales Begegnungszentrum Mühlstraße lockt Familien mit vielseitigem Angebot
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09:07 16.02.2010
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Leipzig

"Knie anheben", sagt Hebamme Elisabeth Maag, die vor den Frauen steht. Langsam gehen sieben paar Knie in die Höhe. Man sieht den frischgebackenen Müttern die Anstrengung an.

"Über die Rückbildungsgymnastik kommen viele zum ersten Mal in unser Haus", sagt Cordula Jackisch. Sie ist die sozialpädagogische Leiterin der Begegnungsstätte Mühlstraße in Reudnitz-Thonberg. "Als nächstes kommen viele junge Eltern zum Baby- und Krabbeltreff, weil sie in ihrer neuen Situation andere suchen, denen es genau so geht."

Im Gymnastikraum liegen die Frauen mittlerweile auf der Seite. "Ok, legt das Bein ab, die Füße etwas anwinkeln", befiehlt Elisabeth Maag mit sanftem Ton. Das Baby, was vorhin noch geschrien hatte, ist jetzt still, dafür hat ein anderes angefangen. Die Mutter versucht, es mit Wiegen zu besänftigen. "Wenn es zu wild wird", sagt Elisabeth Maag freundlich-bestimmt, "dann machen wir die Übungen eben mit den Kindern".

Die Angebote des Begegnungszentrums Mühlstraße sollen keine Krisen beheben, sondern die Familien in ihrem Alltag unterstützen - Präventivarbeit also. "Ganz wichtig ist uns dabei, die Familien in die Arbeit miteinzubeziehen. Das Familienfrühstück zum Beispiel gestalten die Eltern mit, und auch bei den Infoabenden kommen die Ideen von ihnen, wir sammeln sie nur", sagt Cordula Jackisch. "Außerdem macht uns aus, dass die Angebote niedrigschwellig sind, dass man also unkompliziert und ohne große Verpflichtungen vorbei kommen kann. Wenn ich diese Woche zum Beispiel zur Malwerkstatt kommen will, dann gehe ich und zahle die 2,50 Euro, und wenn ich nächste Woche nicht kann, ist es auch nicht schlimm."

Im ersten Stock summt es wie beim Zahnarzt. Sascha hält mit der linken Hand die Zeichenvorlage ans Glas, mit der rechten die Gravurmaschine. Konzentriert verpasst er dem Smiley auf seinem Glas das rechte Auge - fertig ist er. Auf der anderen Seite ist ein Ahornblatt. "Er macht gerne so was", sagt sein Vater Markus Mechold. "Und stellt sich gut an."

Die Arbeit mit Familien und mit Kindern und Jugendlichen ist nur einer von drei Bereichen des Begegnungszentrums, erzählt Cordula Jackisch. In der Kulturarbeit bieten die knapp 20 Mitarbeiter, davon fünf Hauptamtliche, etwa Foto- und Bauchtanz-Kurse an oder geben Nachwuchsbands die Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten. Und dann gibt es noch die Veranstaltungsreihe "Ein Sonntag in Familie", in der sie jedes Jahr zusammen mit Schulen und Kitas etwa Flohmärkte, ein Wasserfest oder ein Herbstfest organisieren.

"In Ordnung, das soll's sein für heute, bis nächste Woche". Elisabeth Maag stellt die Musik ab. Und für ein paar Sekunden ist es ganz still.

Florian Bamberg

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