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Beim Internationalen Bund laufen die Fäden für das Projekt "Kinderpatenschaften" zusammen

Rückschau Beim Internationalen Bund laufen die Fäden für das Projekt "Kinderpatenschaften" zusammen

Der Internationale Bund (IB) in Leipzig hielt am Mittwoch Rückschau auf sein Projekt "Kinderpatenschaften". Vor exakt fünf Jahren war es gestartet. Der Ansatz: Ehrenamtliche Paten finden, die wöchentlich einmal vier- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen insbesondere aus einkommensschwachen Familien als zusätzliche Bezugsperson Aufmerksamkeit schenken.

Befördern das Patenprojekt für Kinder wie Lennart (7): Thomas Fabian, Martina Wilde (Unitas), Susann Haucke (vorn) und Wolf-Rüdiger Kliebes (VLW, von links).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Internationale Bund (IB) in Leipzig hielt am Mittwoch Rückschau auf sein Projekt "Kinderpatenschaften". Vor exakt fünf Jahren war es gestartet. Der Ansatz: Ehrenamtliche Paten finden, die wöchentlich einmal vier- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen insbesondere aus einkommensschwachen Familien als zusätzliche Bezugsperson Aufmerksamkeit schenken.

Ihnen Erlebnisse ermöglichen, die im elterlichen Umfeld aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich wären. Zusammen wird gemacht, was Spaß macht: Gemalt, gebastelt, gelesen, gekocht, auf den Spielplatz oder in den Zoo gegangen. Und gemacht wird auch, was den Nachwuchs fördert - Englischnachhilfe für die Schule etwa. Oder: "Ich komme in die Schule, Kerstin und Sven bereiten mich drauf vor", wie Lennart (7) gestern mit ernster Miene über seine Paten, ein Ehepaar Anfang 40 ohne eigene Kids, erzählte.

Beim IB selbst laufen die Fäden für das Ganze zusammen. Er begleitet Paten und -kinder individuell; organisiert via Patentreffen den Austausch; bringt zweimal im Jahr alle Beteiligten mal schlicht an einem lockeren Nachmittag zusammen. "Als 2010 das europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen wurde, haben wird hier in Leipzig die Kinderpatenschaften initiiert", sagt Projektleiterin Susann Haucke.

60 mal habe es all die Jahre mit solchen Tandem-Gespannen geklappt. "Aktuell kümmern sich 31 Paten um 33 Kinder. Dabei kommen die erwachsenen Helfer aus allen Altersklassen, viele sind noch berufstätig. Oft sind es Senioren, die keine eigenen Enkel im Umfeld haben, oder Pädagogik-Studenten. Die Kinder wiederum stammen oft aus alleinerziehenden Haushalten, kinderreichen und Familien mit Migrationshintergrund, die alle ziemlich viele Belastungen zu tragen haben."

Sozialbürgermeister Thomas Fabian outete sich in dieser Sache als "überzeugter Schirmherr". "Das Modell ergänzt einfach die klassische kommunale Kinder- und Jugendhilfe. Es ist bürgerschaftliches Engagement pur und wertvoll, weil es hier um die persönliche Begegnung geht. Die ist vielfältig und orientiert sich an den Bedürfnissen eines Kindes. Das bereichert auch Paten selbst."

Indes: Selbst das schönste Ehrenamts-Projekt kann nicht ohne gewissen finanziellen Grundstock aufleben. Ein Stück weit fördert die Stadt. Doch zu 70 Prozent bedarf es Spenden. Seit 2011 hält diesbezüglich unter anderem die Plattform "wohnen bei uns" (das sind Leipzigs Wohnungsgenossenschaften Unitas, Wogetra, VLW und BGL) zur Stange. Mit einem 5000-Euro-Scheck gratulierten sie gestern zum Fünfjährigen. Dank Beistand wie diesem vermag der IB nicht zuletzt diverse Bildungs- und Gruppenangebote vorhalten, mit denen wiederum über 1400 sozial benachteiligte Sprösslinge erreicht werden. Der Bedarf, so Haucke, sei auch da. Allein beim Patenschaftsprojekt klemmt die Säge: "Wir haben 19 Kinder auf der Warteliste, aber leider noch keine Paten für sie", sagt Haucke - und hofft nun auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Kontakt beim IB: Susann.Haucke@internationaler-bund.de; Telefon 0341 9030140.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2015

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