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Lokales Beim Stadtteilzentrum Engelsdorf tut sich was
Leipzig Lokales Beim Stadtteilzentrum Engelsdorf tut sich was
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06:00 11.09.2015
Hier soll das neue Engelsdorfer Stadtteilzentrum entstehen.  Quelle: André Kempner
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Engelsdorf

Dirk Christiansen, Sachgebietsleiter im Stadtplanungsamt, informierte die Ortschaftsräte über den aktuellen Stand des ehrgeizigen Vorhabens. Dabei entzündete sich eine Debatte an der dringend benötigten Mehrzweckhalle, ohne die der Sportunterricht an der Engelsdorfer Grundschule und an der benachbarten Förderschule nicht annähernd nach dem geforderten Lehrplan möglich ist. Christiansen betonte, dass die zuständigen Ämter das Hallendefizit bestätigt und sich für die Mehrzweckhalle ausgesprochen hätten. Doch die Kommune tue sich schwer mit dem Nutzungsvertrag, der bei Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU) noch immer zur Genehmigung liegt. Leipzig hatte bisher noch nie einen privaten Investor als Betreiber einer Schulsporthalle und würde Neuland beschreiten.

Das brachte Ortvorsteherin Annemarie Opitz (Bürgerinitiative pro Engelsdorf) in Rage. „Was in anderen Bundesländern längst gang und gäbe ist, muss auch in Leipzig möglich sein“, forderte sie. „Die Stadtverwaltung muss endlich über ihren Schatten springen“, fügte Opitz hinzu. Es fehle also nur noch die Unterschrift des Finanzbürgermeisters. „Das Stadtplanungsamt hat dem vorgezogenen Bauantrag zur Mehrzweckhalle schon zugestimmt“, erläuterte Künne. Er gehe jedenfalls davon aus, dass die 36 mal 15 Meter große Turnhalle mit Beginn des Schuljahres 2016/17 zur Verfügung steht. Und der Diplomingenieur verbreitete mit einer Neuigkeit weiteren Optimismus. „Herr Stabernack hat vom Geschäftsführer der Sächsischen Haustechnik per Handschlag gerade jene Fläche erworben, die westlich ans künftige Stadtteilzentrum angrenzt. Auf ihr wollen wir 200 Wohnungen für etwa 500 Bürger errichten.“

Ein Argument mehr für das Ansiedeln von Handelseinrichtungen. So ist unter anderem neben Aldi ein 1500 Quadratmeter großer Supermarkt vorgesehen. Edeka will sich niederlassen. Aber auch eine große Drogeriekette, ein Getränkemarkt, Fachgeschäfte für Blumen, Back- und Fleischwaren sowie ein Zeitungsladen mit Lotto-Annahmestelle ergänzen das Angebot. Ebenso ein Sanitätshaus mit Arztpraxen und einer Apotheke. „Hier befindet sich der Investor bereits mit Interessenten im Gespräch“, verriet Künne. Und natürlich werde der Kindergarten mit 70 Plätzen in einem Flachbau kommen, den die Volkssolidarität betreiben wird; übrigens auch die vorgesehene Einrichtung für betreutes Wohnen mit ebenfalls 70 Plätzen und 24 Appartements für Demenzkranke. Der Investor will die Möglichkeit zur vorzeitigen Baugenehmigung der Kita und des soziokulturellen Zentrums nutzen.

Christiansen hob in diesem „Vollverfahren“ die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit hervor. „Die Planungsunterlagen werden einen Monat lang im Neuen Rathaus zur Einsichtnahme für Jedermann ausgelegt“, versicherte er. Natürlich müsse der Stadtrat die Dokumente jetzt erst noch absegnen. Ob halbwegs zeitnah nach dem Neubau des Aldi-Marktes und dem Umbau des alten Fabrikgebäudes zur Mehrzweckhalle mit den anderen Vorhaben begonnen werden kann, hänge von den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ab. Gebe es keine wesentlichen Einsprüche, könnte Ende 2016 oder spätestens Anfang 2017 das grüne Licht für die Baugenehmigung aufleuchten.

Von Günther Giessler

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