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Lokales Beim schnarchenden Araber und der braven Suleika
Leipzig Lokales Beim schnarchenden Araber und der braven Suleika
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10:58 04.09.2017
Durch den roten Vorhang dürfen die LVZ-Gewinner ausnahmsweise mal von hinten in die Manege schauen. Von links Wolfram Staake (80), Ruth Sgundek (78), Klaus Conrad (74), Platzanweiserin Georgina aus Australien, Werner Sgundek (80), Nick Nolte (5) und seine Mama Yvonne Nolte (39).  Quelle: Fotos: André Kempner
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 Erst nach und nach rückt Werner Sgundek mit der Sprache heraus: In jungen Jahren stand er selbst als Balance-Artist auf der Bühne, allerdings immer als Amateur. Aufgrund seiner Leidenschaft kennt der 80-Jährige viele internationale Zirkusse und ihre Shows. „Circus Krone ist ein ganz Großer in Europa, ich bin neugierig und meine Erwartungen sind sehr hoch“, so der Leipziger. Er gehört zu jenen LVZ-Lesern, die am Mittwochabend im Rahmen der Aktion „Leserglück“ einen Blick hinter die Kulissen des Münchner Traditionsunternehmens werfen dürfen. Und sich danach die Premiere aus der Loge anschauen können.

„Wir gehen erst mal zu den Schönsten der Schönen, zu unseren Pferden“, nimmt Pressesprecherin Susanne Matzenau die drei Gewinner mit Begleitern unter ihre Fittiche. 100 Tiere gehören zu Krones reisender Zeltstadt, darunter um die 60 Pferde – alles Hengste. Es riecht nach frischem Heu, denn es ist gerade Fütterungszeit. „Das riecht gut“, nimmt Klaus Conrad (74) einen tiefen Atemzug. „Hörst du....?“, stößt er im nächsten Moment seinen Bruder Wolfram Staake (80) an: Eins der Pferde, ein Araber, liegt im Stroh und schläft schnarchend.

Dann geht es weiter zu den Löwen und Tigern. 40 weiße und goldfarbene Raubkatzen hat Circus Krone in seinem Besitz, 24 davon treten in der Manege auf. „Die anderen werden erst ausgebildet“, erläutert Susanne Matzenau. In den Wintermonaten zeigt der Zirkus drei Programme, für die die Tiere trainiert werden. Besondere Attraktion sind derzeit zwei kleine Löwenbabys, erst sechs Wochen alt, die jeden Tag zwischen 11 und 12 Uhr in ihrem Krabbelgehege bestaunt werden können. Flotten Schrittes geht es für die Leser-Gewinner weiter zu Breitmaulnashorn Tsavo und Kamel Suleika. Unterwegs zeigt die Pressesprecherin, in welchen Zirkuswagen Schneiderei und Waschsalon, Schule und Sanitärtrakt, Küche, Kfz-Werkstatt und Kraftwerk untergebracht sind. Insgesamt stehen 200 Wohn-, Pack- und Gerätewagen auf dem Gelände. Klaus Conrad fragt, wie sich ein solches Großunternehmen rechnet? „Allein durch die Eintrittskarten, denn für Zirkusse gibt es keine Förderung“, erklärt die Sprecherin. So gesehen erscheinen auch die hohen Eintrittspreise von 19 bis 42 Euro in einem anderen Licht, meint Angestellte Yvonne Nolte (39) nach der Führung. Sie hat Sohn Nick (5), eines ihrer drei Kinder, mitgebracht. „Es war sehr interessant, von der Logistik und den Kosten kriegt man sonst gar nichts mit.“

Circus Krone bis 5. September am Cottaweg, Vorstellungen werktags 15.30 und 19.30 Uhr, Sonntag 14 und 18 Uhr, am Dienstag Abschieds-Vorstellung um 15.30 Uhr.

Von Kerstin Decker

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