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Berlin-Demo gegen Judenhass: Küf Kaufmann über Toleranz in Leipzig und Kritik an Israel

Berlin-Demo gegen Judenhass: Küf Kaufmann über Toleranz in Leipzig und Kritik an Israel

„Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ – unter diesem Motto findet am Sonntag eine Großkundgebung am Brandenburger Tor statt. Zahlreiche Initiativen, die katholische und evangelische Kirche sowie Prominenz aus der Politik unterstützen die Demonstration.

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Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet die Veranstaltung, bei der auch Bundespräsident Joachim Gauck Ehrengast sein wird.

Der Zentralrat der Juden will mit der Veranstaltung ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus in Deutschland setzen. Die Veranstalter in Berlin rechnen mit mindestens 5000 Teilnehmern. Allein 2000 Menschen reisen aus jüdischen Gemeinden an – auch aus Leipzig. LVZ-Online sprach mit Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Herr Kaufmann, wie werden die Leipziger bei der bundesweiten Aktion in Berlin vertreten sein?

 

50 Vertreter der jüdischen Gemeinde werden mit einem Bus zur Kundgebung fahren. Natürlich haben wir für die Aktion auch eigene Plakate angefertigt mit dem Aufruf: „Steh auf! Gegen jeden Antisemitismus“.

 

Wie schätzen Sie die Atmosphäre in Leipzig ein? Fühlen sich die jüdischen Mitbürger hier wohl und sicher?

 

Unsere Stadt ist tolerant und vielfältig auch im Bereich der Religionen. Es ist aus aktueller offizieller Statistik aber bekannt und bestätigt, dass 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland antisemitische Einstellungen haben. Wenn man Hassparolen gegen Juden auf den Straßen duldet, ist das ein gesellschaftliches Problem. Ich habe keine Statistik, was Leipzig direkt betrifft, aber ich weiß ganz genau, dass man in Leipzig gegen Antisemitismus kämpft.

Wie gehen Sie mit Kritik an der Rolle Israels im Gaza-Konflikt um?

 

Gegen Israel kritisch zu sein, ist berechtigt. Jeder kann sich seine eigene politische Meinung bilden, auch wenn mancher vielleicht nicht genug Informationen zum Thema hat. Friedlichen politischen Protest darf man vor den politischen Vertretungen oder Institutionen äußern. Das ist völlig in Ordnung. Aber Parolen, dass Juden ins Gas gehören, oder Brandanschläge auf Synagogen dürfen nicht geduldet werden.

 

Was bedeutet Ihnen die Großveranstaltung in Berlin und die Unterstützung durch Gauck und Merkel?

 

Das ist ein wichtiges Zeichen für uns und das ganze Land. Es zeigt, wo Deutschland politisch steht. Das Spektrum der Politik kann bunt sein, aber die Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung ist klar und macht deutlich: So etwas wie zur Nazizeit wird nie wieder geschehen in unserem Land.

Evelyn ter Vehn

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