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Beschäftigte der Leipziger Uniklinik erstreiken Erhöhung von 7,3 Prozent

Tarifstreit beendet Beschäftigte der Leipziger Uniklinik erstreiken Erhöhung von 7,3 Prozent

Nach mehreren Verhandlungsrunden und zwei Warnstreiks ist der Tarifstreit zwischen dem Leipziger Uniklinikum und den Beschäftigten beigelegt. Mit dem ganztägigen Ausstand vergangenen Donnerstag erstreikten sich die Mitarbeiter mehr als sieben Prozent Lohnerhöhung.

Am vergangenen Donnerstag hatten Mitarbeiter der Uniklinik für mehr Lohn gestreikt. Nun gab es eine Einigung bei den Verhandlungen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Tarifauseinandersetzung am Universitätsklinikum Leipzig ist beendet. Die Gewerkschaft Verdi teilte am frühen Sonntagnachmittag mit, dass eine Tariferhöhung von 7,3 Prozent erstreikt wurde. Ursprünglich hatte Verdi eine Erhöhung von 7,5 Prozent gefordert.

Am Donnerstag hatte deshalb ein ganztägiger Streik der Beschäftigten des Klinikums stattgefunden, an dem sich letztlich rund 800 Beschäftigte beteiligten. Insgesamt war das der zweite Warnstreik. „Mit dem ganztägigen Warnstreik haben die Beschäftigten auf das nicht verhandlungsfähige Angebot des Klinikumvorstandes reagiert“, betonte am Sonntag Wolfgang Pieper, Verhandlungsführer und Mitglied des Verdi-Bundesvorstands.

Bereiche wie OP, Anästhesie, Herzkateder, Endoskopie und Zentralsterilisation blieben gänzlich geschlossen. Auch aus den Stationen beteiligten sich zahlreiche Beschäftigte. „Die Streiks haben Bewegung in die Tarifverhandlungen gebracht, die am Freitag stattfanden“, so Pieper. „Dadurch konnte in den Abendstunden eine Einigung erzielt werden.“

Die Einkommen der Beschäftigten des Universitätsklinikums Leipzig werden jetzt in vier Schritten angehoben. Ab 1. April 2017 um 2,3 Prozent und ab 1. Oktober um weitere 1,7 Prozent – das ergibt insgesamt eine Erhöhung um vier Prozent in diesem Jahr. „Am 1. Februar 2018 folgen dann weitere zwei Prozent und ab 1. September 2018 nochmals 1,3 Prozent“, erklärte Pieper weiter.

Am Donnerstag haben Mitarbeiter der Uni-Klinik die Arbeit niedergelegt. Von sechs bis 21 Uhr soll de Ausstand dauern.

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Für die Auszubildenden erhöhen sich die Vergütungen jeweils am 1. Februar um jeweils 40 Euro, für die Auszubildenden in der Pflege um 55 beziehungsweise 50 Euro. Außerdem wurden mehr Urlaubstage durchgesetzt. Die vom Arbeitgeber vorgesehene Gegenfinanzierung durch die Streichung der variablen Jahressonderzahlung in Höhe von 20 Prozent ist vom Tisch. Die Laufzeit der Tarifverträge beträgt 23 Monate und endet am 31. Dezember 2018.

„Der Streik hat sich für die Beschäftigten gelohnt, denn sie haben jetzt gegenüber dem Angebot des Klinikumsvorstands mehr als 4,1 Prozent höhere Einkommen durchgesetzt“, so das Resümee von Pieper. Verdi führt zu dem Ergebnis eine Mitgliederbefragung durch – vom 5. zum 19. April. „Wir gehen davon aus, dass wir eine Zustimmung erhalten."

Andreas Tappert

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