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Lokales Besetzer in Leipzig-Connewitz distanzieren sich von Brandanschlag
Leipzig Lokales Besetzer in Leipzig-Connewitz distanzieren sich von Brandanschlag
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15:55 29.06.2016
Besetztes Bahngelände an der Arno-Nitzsche-Straße in Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Besetzer des Bahn-Areals an der Arno-Nitzsche-Straße 41 haben sich via Twitter von dem Brandanschlag auf einen Bahnwaggon distanziert. Auch die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel äußerte sich am Mittwoch in ihrem Blog und spricht von einer „nicht mitbestimmten ‚Solidaritätsaktion‘“. Sie appelliert gleichzeitig an die Deutsche Bahn, sich einer soziokulturellen Nutzung des Geländes nicht zu verschließen.

Trotz des verstrichenen Ultimatums an die Besetzer hat die Deutsche Bahn bisher auf eine Räumung mit Polizeiunterstützung verzichtet. Dadurch bestehe nun die Option, so Nagel, aus dem Gelände mehr als ein linkes „Ferienlager mit Action-Erweiterung werden zu lassen“. Die Abgeordnete spricht von einer Notwendigkeit für linke Freiräume „vor allem jenseits der Party- und Konzert-Orte“. Die derzeitige Nutzung des Areals sei gemeinwohlorientiert und finde durch Anwohner vor Ort Unterstützung.

Die Deutsche Bahn hatte sich bisher offiziell nur knapp geäußert mit dem Satz: „Uns ist der Sachverhalt bekannt und wir werden die Situation bewerten.“ In einem angeblich von dem Unternehmen verfassten offenen Brief an die Besetzer stuft die Deutsche Bahn die Gebäude des Umspannwerks als marode ein. Mit dem Aufenthalt hätten sich die Besetzer in Gefahr begeben, heißt es dort.

Von lyn

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