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Lokales Bessere Bezahlung und attraktivere Preise: Vorstand räumt im Konsum Leipzig auf
Leipzig Lokales Bessere Bezahlung und attraktivere Preise: Vorstand räumt im Konsum Leipzig auf
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16:09 18.09.2015
Michael Faupel (links) und Dirk Thärichen.  Quelle: Anré Kempner
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Leipzig

 Die Konsum-Genossenschaft in Leipzig krempelt ihr Unternehmen um. Das neue Führungsduo im Vorstand um Dirk Thärichen (45) und Michael Faupel (48) stellte am Donnerstag ihre Pläne vor. Die Neuausrichtung der Supermarkt-Kette hatten sie zuvor im LVZ-Exklusiv-Interview angekündigt.

„Ein wenig Gegensteuern reicht nicht. Es braucht eine neue Besinnung, einen gemeinsamen Willen, ein besseres Sortiment, attraktive Preise und schlankere Struktur. Deshalb hat sich der Aufsischtsrat für eine neue Führungsspitze entschieden“, betonte der Vorsitzende des Gremiums, Wolfgang Wille.

Thärichen ergänzte: „Unsere 800 Mitarbeiter sind dazu bereit und haben auf ein solches Zeichen nur gewartet, wir verzeichnen eine Aufbruchstimmung.“ Ein Personalabbau ist nicht geplant, der neue Vorstand will die Mitarbeiter mehr einbeziehen, ihnen mehr Verantwortung übertragen und verspricht eine bessere Bezahlung. Auch die Preispolitik des Konsums, der bei vielen Kunden als teuer gilt, soll sich ändern. Das Sortiment wird ebenfalls umgebaut, kündigten die Manager an.

Das Handelsunternehmen kämpfe seit Jahren mit stagnierenden Umsätzen. Nur die Hälfte der 70 Filialen arbeite in der Gewinnzone. Zudem ziehen sich immer mehr Anteilseigner aus der Genossenschaft zurück. Derzeit seien es noch 30.000. Weiteres Manko: Das Filialnetz sei veraltet.

Faupel und Thärichen wollen nun die Läden modernisieren. „Ab 2016 wollen wir drei bis vier Filialen neu im Jahr eröffnen“, kündigte Faupel an. Zuerst wollen sich die Konsum-Chefs auf den Heimatmarkt konzentrieren. Später könnten auch neue Filialen in Jena, Chemnitz, Halle, Erfurt und Weimar entstehen.

Bei der Mitgliederwerbung will das Unternehmen künftig stärker auf das Internet setzen und hat zudem sein Unternehmensmagazin überarbeitet.

Von Björn Meine/Matthias Roth

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