Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Betonrinne am Elstermühlgraben verschwindet – Entlastungsbecken für die Rietzschke geplant
Leipzig Lokales Betonrinne am Elstermühlgraben verschwindet – Entlastungsbecken für die Rietzschke geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 27.10.2016
Der Inselteich im Clara-Zetkin-Park wurde erst diesen Sommer entschlammt, zugleich die Ufer und Terrassen saniert Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig


Auf 1,7 Kilometern Länge wird die alte Betonrinne nahe des (wasserlosen und zur Entwidmung vorgesehenen) Elsterstausees verschwinden. Stattdessen bekommt der Elstermühlgraben dort einen 25 Meter breiten Korridor für eine ökologische Entwicklung des Flusslaufs und der Ufer – samt entsprechender Gehölze. „Gemeinsam mit dem Liegenschaftsamt haben wir dafür soeben ein Flurbereinigungsverfahren begonnen“, so Dittmar. Die Stadt hoffe auf Fördermittel und gute Lösungen mit den Besitzern der angrenzenden Felder. Die Planung für den Umbau wurde bereits beauftragt. Umsetzung: 2017/18.

Die Ufermauern sollen 2018 erneuert, zeitgleich auch der Ablaufgraben aktiviert werden.

Bis Anfang 2017 beginnt der Austausch des maroden Ablaufbauwerks in Richtung Kleingärten, zudem erfolgen Reparaturen am Damm. Eventuell im Folgejahr sollen der Schäfereiteich und -graben (Kleiner Silbersee) so saniert werden, dass auch dieser Teil des Erholungsparks Lößnig/Dölitz nicht mehr nach jedem stärkeren Regenguss unter Wasser steht.

Die Straßendurchlässe der Paunsdorfer Wasseradern sind zu klein oder falsch konstruiert, was nahe des Gustav-Hertz-Gymnasiums oft Probleme erzeugt. Bis 2018 sollen zunächst vier Retentionsflächen (zum Auffangen des Hochwassers und auch zur Entlastung der Parthe) entstehen, 2020 alle Durchlässe umgebaut werden.

Der Termin für die Entschlammung hängt von der bald zu überarbeitenden Prioritätenliste ab.

Damit Wasser bei Überschwemmungen nicht mehr bis in die Häuser des Ortsteils vordringt, wurde in diesem Jahr schon eine Teilentschlammung vorgenommen. „Nun erfolgt eine neue Bauplanung mit dem Ziel, 2018 die Sohle ganz zu beräumen“, so Wolfgang Klinnert, Sachgebietsleiter im Amt.

Für 2019 ist der Abriss von fünf Rohrdurchlässen vorgesehen, wodurch die Kapazität steigt.

Voraussichtlich 2020 wird das ganze Wassersystem zwischen Umflutgraben und Parthe erneuert.

Zu den drei verrohrten Abschnitten, deren Öffnung seit Langem im Gespräch ist, gibt es nach wie vor nichts Konkretes. Zwar wurde der Bereich Lampestraße für den Doppelhaushalt 2017/18 angemeldet: Angesichts der Aufgaben beim Kita- und Schulbau muss das aber wohl warten. Neben dem IHK-Gebäude ist der künftige Flussverlauf noch immer ungeklärt. Wann der Abschnitt Wundtstraße startet, hängt vom dortigen, privaten Flächeneigentümer ab.

Nächsten Monat startet der eigentliche Grabenausbau im vorletzten Abschnitt (Lessing- bis Thomasiusstraße). Ab 2018 bis 2021 sollen die letzten 170 Meter zwischen Elster- und Lessingstraße freigelegt werden.

Wie es mit der Wiedervernässung der Auenwälder weitergeht, ist Thema eines Symposiums am 10. und 11. November in der Uni-Bibliothek.

Südlich des Klinikums (nahe der Doppelkurve der Virchowstraße) wird bis 2021 ein großes Areal mit kleinen Dämmen befestigt. Bei Bedarf kann es die nördliche Rietzschke vom Seehausener Mühlgraben und Lindenthaler Wasser entlasten, so Amtsleiter Dittmar. Darüber hinaus werde die Fläche für Erholungssuchende nutzbar gemacht.

2018 soll die ökologische Aufwertung des Baches – vor allem nahe des Kulkwitzer Sees in Grünau – starten.

Schlobachshof wird diese Woche versteigert

Am Donnerstag 11 Uhr wird der Schlobachshof in Böhlitz-Ehrenberg erneut im Amtsgericht zur Zwangsversteigerung aufgerufen. Ein erstes solches Verfahren gab es bereits im Mai. Damals konnte die Stadt Leipzig im Bietergefecht nicht mithalten. Der Zuschlag erging bei 1,25 Millionen Euro an eine Gohliser Firma, von der sich später aber nicht mal ein Briefkasten fand. Das Ergebnis der Versteigerung wurde letztlich annulliert. Im Mai lag der Verkehrswert der 14 Hektar großen Fläche noch bei gut einer Million Euro. Nun steht auf einem Versteigerungsportal ein Verkehrswert von 2,3 Millionen Euro. Die Stadt würde den früheren Reiterhof, der in einem Hochwasserpolder liegt, gern kaufen und weitgehend abreißen.

Von Jens Rometsch

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am neuen Veranstaltungsort in der Leipziger Kongresshalle hat die Messe Designers’ Open einen Besucherrekord erzielt. 17 500 Gäste wurden in den vergangenen drei Tagen an der Pfaffendorfer Straße gezählt. Im Vorjahr waren es – damals noch in der Glashalle auf dem Messegelände – 16 400.

23.10.2016

Wegen des Bundesligaspiels von RB Leipzig gegen Werder Bremen und der Tabaluga-Konzerte in der Arena ist es am Sonntagnachmittag zum befürchteten Verkehrschaos gekommen. Die Autos stauten sich rund um das Sportforum in alle Richtungen.

23.10.2016

Probstheida versinkt im Pulverdampf. Napoleons Truppen und die der Alliierten kämpfen mit Kanonendonner und Gewehrböllern um das Dorf. Rund 700 Uniformierte erinnerten am Samstag mit einem eindrucksvollen Spektakel an den 203. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig von 1813.

16.02.2017
Anzeige