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Lokales Billigflieger startet neue Linie Leipzig–Moskau
Leipzig Lokales Billigflieger startet neue Linie Leipzig–Moskau
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22:26 16.04.2018
Am 16. April landete die erste Maschine der russischen Billigflugliene Pobeda auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Quelle: Dirk Knofe
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Schkeuditz

An Selbstbewusstsein mangelt es dem russischen Billigflieger Pobeda nicht. Was er denn auf der neuen Strecke Leipzig–Moskau als Auslastung anpeile? „100 Prozent natürlich“, stellte Airline-Chef Andrej Kalmykow gestern nach dem Erstflug in Schkeuditz klar. Immerhin habe der Schnitt bei seiner Airline 2017 bei 95 Prozent gelegen – und das werde man auf der neuen Strecke schon noch überbieten. Schließlich heiß Pobeda Sieg.

Montag, 14.39 Uhr: Die erste Boeing 737-800 der Aeroflot-Tochter Pobeda landete in Schkeuditz. Der russische Billigflieger ist schon die fünfte Airline, die sich in Leipzig auf der Moskau-Strecke versucht. Airline-Chef Andrej Kalmykow hofft auf eine Auslastung von 100 Prozent. Fotos: Dirk Knofe

Am ersten Tag hat die Aeroflot-Tochter das Ziel schon mal erreicht: Als um 14.39 der erste Boeing 737-800 in Schkeuditz aufsetzte, waren alle 189 Plätze an Bord besetzt. Und als die Maschine 62 Minuten später wieder abhob, waren nur zwei Plätze frei. Damit legte Pobeda einen deutlich besseren Start hin als zuletzt Rusline. Die kleine Regionalfluggesellschaft hatte die Strecke vor genau einem Jahr ins Programm genommen – und nach nur elf Monaten wieder gestrichen. Die Maschinen waren nicht einmal halb voll – und dabei hatten die bei Rusline nur 50 Plätze, nicht 189 wie jetzt bei Pobeda.

Airline-Chef Kalmykow lässt keinen Zweifel daran, dass er es besser machen kann. „Wir haben als Billigflieger einen ganz anderen Ansatz.“ Schließlich gibt es die Tickets schon ab 35 Euro. Das sorge für volle Flieger. „Der Preis ist am Ende ja das Entscheidende.“ Über den will er sogar Fluggäste aus Berlin nach Schkeuditz locken. Denn dort fliegt bisher nur Aeroflot selbst – zu deutlich höheren Preisen.

Pobeda ist schon die fünfte Airline, die sich in Leipzig auf der Moskau-Strecke versucht. Bisher hatte keine länger als elf Monate durchgehalten. „Umso mehr freut es uns, dass wir nun einen Partner aus der Aeroflot-Gruppe gefunden haben“, sagte Flughafen-Vorstand Markus Kopp. „Die drei Flüge pro Woche sind eine gute Basis.“ Er hofft, dass es schon bald mehr werden. „Am besten wäre täglich.“ Pobeda-Chef Kalmykow kann sich das gut vorstellen. „Wenn es so weiter läuft, stocken wir gerne auf.“

Frank Johannsen

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