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Blick auf die "Stadt-Ernte" - neue Schau im Kleingärtnermuseum

Blick auf die "Stadt-Ernte" - neue Schau im Kleingärtnermuseum

Sechs Minuten lang ist der Film: Er zeigt einen Festumzug Leipziger Kleingärtner im Jahr 1924 durch die Innenstadt, der in der Anlage "Dr. Schreber" endet. Zu sehen ist er in der Kabinettschau "150 Jahre StadtErnte", die am heutigen Sonnabend im Deutschen Kleingärtnermuseum öffnet.

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Im Schrebergarten wird - wie hier im Jahr 1920 - eifrig gebuddelt, um frisches Gemüse zu ernten.

Quelle: Kleingartenmuseum

Sie erzählt die 150-jährige Geschichte der Schrebergärten.

 Am 14./15. Juni wird in Leipzig groß gefeiert: Dann wird die Schreberbewegung - eine der bedeutendsten Ursprungslinien des Kleingartenwesens - 150 Jahre alt. Zum Auftakt zeichnet das  Deutsche Kleingärtnermuseum die Geschichte des Vereins "Dr. Schreber" nach, dessen Namensgeber übrigens nie einen eigenen Garten hatte. Dem Mediziner Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861) lag zwar das Wohl der Stadtkinder am Herzen. Er forderte immer wieder, Spielplätze anzulegen. Umgesetzt wurde die Idee dann vom Lehrer Ernst Innocenz Hauschild. Als der erste Schreberverein 1864 an der Luther-Kirche gegründet wurde, war sein Namensgeber schon tot. "Eine familiäre Beziehung hatten die beiden nicht. Es ist nicht einmal nachweisbar, dass sie sich überhaupt gekannt haben", räumt Caterina Hildebrand, Leiterin des Deutschen Kleingärtnermuseums, mit einer weit verbreiteten Geschichte auf, dass Hauschild der Schwiegersohn von Schreber gewesen sein soll.

 Der heutige Schrebergarten ist eigentlich ein Produkt der Bemühungen um Spielplätze. So wurden bei der naturverbundenen Erziehung Experimente mit Beeten unternommen, die von Kindern angelegt und auch unterhalten werden sollten. Um Wiese und Spielplatz reihen sich die kleinen Gärten aneinander, die Eltern übernahmen und einzäunten. Sie bauten kleine Holzlauben für Gartengeräte und bildeten Gemeinschaften. Das 1896 errichtete Vereinshaus in der Anlage ist noch heute weithin sichtbar und kündet vom Stolz auf die Gärten mitten in der Gesellschaft.

 Die kleine Schau wirft einige Schlaglichter auf die Schreberbewegung. Eine Eigenart war beispielsweise die Milchkolonie. So ist Ärzten aufgefallen, dass viele Kinder in einer Stadt mit steigenden Einwohnerzahlen und knappem Wohnraum kränklich und unterernährt waren. "Deshalb erhielten sie auch während der Schulferien an fünf Tagen in der Woche einen Viertelliter Milch, wenn sie bedürftig waren", erzählt Hildebrand. Details sind in einer 86-seitigen Broschüre nachzulesen, die zur heutigen Eröffnung (16 Uhr) erscheint.

 Geöffnet ist das Museum in der Aachener Straße 7 Dienstag bis Donnerstag jeweils 10 bis 16 Uhr; im Juli/August auch am Wochenende.

 www.kleingarten-museum.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.05.2014

Mathias Orbeck

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