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Lokales Blick voraus im Osten: Parkbogen, Campus, Kino der Jugend
Leipzig Lokales Blick voraus im Osten: Parkbogen, Campus, Kino der Jugend
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00:16 29.11.2016
Der Freizeittreff Rabet. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Für einen voll belegten Saal im Freizeittreff Rabet sorgte am Donnerstagabend die 32. Ausgabe der Infoveranstaltung Forum Leipziger Osten. Interessierte Anwohner, Ehrenamtler und Unternehmer kamen, um sich über die Zukunft der Gegend zu informieren. Im Fokus standen Projekte, Bürgerinitiativen und große Bauvorhaben der kommenden Jahre.

Das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) hatte in diesem Zusammenhang mehrere Mitarbeiter in den Leipziger Osten entsandt. So erläuterte Petra Hochtritt als zuständige Sachbearbeiterin den Masterplan für das Projekt Parkbogen Ost. Nach dem Vorbild des High-Line-Parks in New York sollen die Stadtteile Volkmarsdorf, Schönefeld, Sellerhausen, Anger-Crottendorf, Stötteritz und Reudnitz durch einen Fuß- und Radweg verbunden werden (die LVZ berichtete). Hochtritt wies in diesem Zusammenhang auf viele Hürden hin, die auf dem Weg zum Großprojekt noch zu nehmen sind. Aktuell würden unter anderem Gutachten zu möglichen Baukosten und nötigen Maßnahmen in Sachen Tier- und Umweltschutz laufen. Ein Baustart vor 2018 sei, so Hochtritt, nur schwer vorstellbar. Eine Frage aus dem Publikum, ob die marode Riebeckbrücke auch Teil des Projekts Parkbogen Ost sei, verneinte Hochtritt.

Bereits ein paar Schritte weiter als beim Parkbogen Ost sind die Pläne für den Schulcampus in der Ihmelsstraße – das zweite Großprojekt der nächsten Jahre im Osten. Im Auftrag des ASW blickte Mary Uhlig auf die Entwicklung seit Planungsbeginn 2013 zurück und schilderte den aktuellen Stand des Bauvorhabens. Fragen aus dem Publikum wurden unter anderem in Bezug auf das künftige Bildungskonzept und eine mögliche Vernetzung zwischen Oberschule und Gymnasium gestellt.

Eindeutige Aussagen konnte Uhlig dazu jedoch nicht treffen, da das pädagogische Konzept durch die Schulleitung bestimmt werde. Diese sei, so Uhlig, noch nicht vorhanden. Baulich werde jedoch versucht, die Schüler beider Schulen zusammenzubringen – zum Beispiel durch einen gemeinsamen Schulhof und die gemeinsame Nutzung der Turnhallen. Zudem kündigte Uhlig auf Nachfrage aus dem Auditorium für den Wertstoffhof, der wegen des Campusbaus weichen muss, eine Alternative in der Geithainer Straße an.

Neben den Erläuterungen zu den beiden Großprojekten stellten sich am Donnerstagabend verschiedene Initiativen vor. So sprachen Vertreter der IG Fortuna, die sich für den Erhalt und die Nutzung des Kinos der Jugend in der Eisenbahnstraße einsetzt. Ben Senior ist Hausbesitzer und in verschiedenen Initiativen des Leipziger Ostens aktiv. Er warb für einen Stadtpark auf der Fläche zwischen Mariannenstraße und Schulze-Delitzsch-Straße. Senior präsentierte dabei Ergebnisse einer eigenen Recherche. Demnach gehöre die Fläche aktuell der Deutschen Bahn. Die Stadt müsse sich nach Seniors Meinung jedoch um einen Erwerb bemühen.

Zu Beginn der Veranstaltung waren alle Anwesenden aufgerufen, das Vergabeteam für den Verfügungsfonds zu wählen. Das Team entscheidet im Leipziger Osten über die Förderung kleiner Projektanträge aus dem Stadtteil.

Von Anton Zirk

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