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Blitzer und Knöllchen - Stadt Leipzig kassiert Millionen Euro durch Bußgelder

Blitzer und Knöllchen - Stadt Leipzig kassiert Millionen Euro durch Bußgelder

Bei ihren Einnahmen aus Bußgeldern wegen Verkehrsverstößen hat die Stadt Leipzig im Vorjahr noch einmal zugelegt. Mit fast 10,9 Millionen Euro blieb die Kommune noch über dem Wert von 2013 mit damals 10,3 Millionen Euro.

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Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Hauptgrund für die Erhöhung sind Knöllchen-Einnahmen von Falschparkern, so Ordnungsamtsleiter Helmut Loris.

Im Schnitt mehr als vier Mal am Tag hat im Vorjahr der Starkasten an der Jahnallee/Ecke Waldstraße geblitzt - zum zweiten Mal Rekord beim Überfahren einer roten Ampel in der Messestadt. Insgesamt waren es 1506 Fahrzeuge, was allerdings weniger als die Hälfte der Verstöße im Jahr 2013 bedeutet. Da hatte es im Premierenjahr der Lichtzeichenanlage am Waldplatz stolze 3755 Mal ausgelöst - bislang der Allzeit-Rekord. Bei ihren Einnahmen aus Bußgeldern wegen Verkehrsverstößen hat die Stadt Leipzig im Vorjahr noch einmal zugelegt. Mit fast 10,9 Millionen Euro blieb die Kommune noch über dem Wert von 2013 mit damals 10,3 Millionen Euro.

"Die Einnahmen aus Verkehrsverstößen belaufen sich im Vorjahr auf 6,4 Millionen Euro aus dem fließenden Verkehr - also Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße -, vier Millionen Euro aus dem ruhenden Verkehr sowie etwa 415000 aus Unfällen", erklärte Ordnungsamtschef Helmut Loris auf LVZ-Anfrage. Im Vergleich zum Vorjahr seien dies 600000 Euro mehr. Hauptgrund für die Erhöhung sind Knöllchen-Einnahmen von Falschparkern. Den Tiefststand der letzten Jahre markierte 2009 mit nur 8,2 Millionen Euro.

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Die aktuelle Leipziger Blitzerkarte: Hinzugekommen sind jene in der Prager/Riebeckstraße, in der Schnorr- /Rödelstraße sowie in der Breitenfelder/Landsberger Straße.

Quelle: Patrick Moye

Große Teile der im Vorjahr erlösten Bußgeld-Euro aus Verkehrsverstößen resultieren aus Fahrten unter Betäubungsmitteln und Alkohol, Rotlicht- und Geschwindigkeitsdelikten sowie Gurt- und Handyverstößen. Fürs Stadtsäckel positiv ausgewirkt hat sich gewiss auch der seit 1. Mai bundesweit neue Bußgeldkatalog, der für einige gravierende Verstöße höhere Geldbußen vorsieht. Gleichzeitig wurde bekanntlich die Grenze für Verwarnungsgelder von 35 auf 55 Euro heraufgesetzt.

"Die Fallzahlen zur Position Geschwindigkeit/Rotlicht/sonstiger fließender Verkehr für das Jahr 2014 belaufen sich auf insgesamt mehr als 198000 Anzeigen", so Loris weiter. Beim ruhenden Verkehr seien knapp 240000 Verstöße und in der Kategorie Unfälle gut 5000 registriert worden. "Zu beachten ist, dass in dieser Fallzahl auch Polizei- und Privatanzeigen sowie Anzeigen durch andere Behörden enthalten sind", erklärte der Amtsleiter.

Den jährlichen Blitzer-Rekord hat im Vorjahr die Lichtzeichenanlage Jahnallee/Waldstraße verteidigt - sie löste 1506 Mal aus. Vormalige Spitzenreiter wie die Lützner Straße/Ecke Stuttgarter Allee oder Eutritzscher/Ecke Roscherstraße hatten keine Chance. "Die Prager/Ecke Riebeckstraße, die Schnorr-/Rödelstraße und die Breitenfelder/Landsberger Straße sind unsere neuen Rotlicht-Blitzer-Standorte", teilte der Ordnungsamtschef mit. Aufgegeben worden seien hingegen die Prager/Ecke Oststraße, die Georg-Schumann-/Linkelstraße und die Antonien-/Brünner Straße .

Für die 31 Rotlichtüberwachungsanlagen stehen weiterhin 17 Innenteile (Geräte mit Kamera) zur Verfügung, die laut Loris allesamt auf digitale Fotografie umgerüstet sind. Damit werden die Blitzer wechselseitig bestückt. Für die sieben stationären Geschwindigkeitsblitzer sind fünf digitale Innenteile vorhanden. Nichts Neues gibt es bei der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung. Diese wird nach wie vor durch fünf Radarwagen mit insgesamt acht Anlagen erledigt. Drei Fahrzeuge sind jeweils mit einer Heck- und Frontanlage ausgerüstet. Mit einem Messgerät auf Stativ samt laseroptischen Sensoren werde der mobile Einsatz ergänzt. Stufenweise bis 2019 wird die Stadt für 800000 Euro zudem 20 moderne Blitzer anschaffen (die LVZ berichtete).

Die Standorte der Radarwagen des Ordnungsamtes lesen Sie täglich in Ihrer LVZ.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2015

Pelzl, Martin

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