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Lokales Botschafter der Integration: Zwei Leipziger Schüler erhalten Start-Stipendium
Leipzig Lokales Botschafter der Integration: Zwei Leipziger Schüler erhalten Start-Stipendium
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18:18 26.09.2011
Die Leipziger Schüler Massud Faiz und Hana Dabdoud wurden in das Förderprogramm des "Start-Stipendiums" aufgenommen. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Hana Dabdoud (14) und Massud Faiz (15) haben es geschafft. Die beiden Leipziger sind zwei von insgesamt acht sächsischen Schülern mit Migrationshintergrund, die am Montag im Leipziger Rathaus in das „Start-Stipendium“ aufgenommen wurden.

Seit 2002 gibt es das Förderprogramm. Damit erhalten die Jugendlichen monatlich beispielsweise 100 Euro Bildungsgeld. Das Stipendium unterstützt die Schüler ab der achten Klasse nicht nur materiell auf dem Weg zu ihrem Abitur. Außerdem sieht das Start-Programm eine ideelle Förderung vor. So werden beispielsweise verpflichtende Bildungsseminare über Demokratie und Partizipation angeboten. Auch gibt es Beratungen im Bereich der Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und Besuche von Kulturveranstaltungen.

„Bausteine für ein solches Stipendium sind soziales Engagement in der Schule oder soziale Bedürftigkeit. Zudem muss die schulische Leistung stimmen“, erklärt Sebastian Heunemann, Projektorganisator der Stiftung. Bedingung ist ein Notendurchschnitt von mindestens 2,5.

Diese Vorgaben haben Hana, die die 9. Klasse des Evangelischen Schulzentrums besucht, und Mussad (10. Klasse Petrischule) erfüllt. Massud, dessen Eltern aus Afghanistan stammen, ist stellvertretender Klassensprecher und Streitschlichter der Schule – genau wie Hana, die obendrein Vorsitzende des Schulclubrates ist.

Beide sind durch ihre Geschwister auf das Stipendium aufmerksam geworden, die bereits zu den bundesweit insgesamt 720 Jugendlichen aus 80 Herkunftsländern gehören, die aktuell unterstützt werden. „Ich habe mich natürlich gefreut und war erleichtert, dass ich es geschafft habe. Es ist auch eine Art Beweis“, sagt die 14-Jährige Hana, die libanesische Wurzeln hat.

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren setzten sich die beiden gegen 20 weitere Leipziger Bewerber durch. Mit Hana und Massud haben nun insgesamt 31 Schüler mit Migrationshintergrund im Freistaat Sachsen ein Start-Stipendium.

Doch nicht nur die Schüler selbst profitieren von dem Förderprogramm. Auch die sächsische Schulpolitik sagt Thomas Rechentin, Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport: „Die Jugendlichen sind Botschafter für Toleranz und Fairness. Das sind alles Werte, die in die Schulpolitik reinpassen.“

aku

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