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Lokales Brandverletzter Ivan aus Weißrussland wieder in Leipziger Klinik St. Georg
Leipzig Lokales Brandverletzter Ivan aus Weißrussland wieder in Leipziger Klinik St. Georg
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00:59 27.11.2014
Adrian Dragu und Iris Minde hießen Ivan und seinen Vater Sergje Schubaro (v.l.) jetzt erneut zu Nachsorgebehandlungen im St. Georg willkommen. Quelle: St. Georg
Leipzig

Georg behandelt. LVZ-Leser erinnern sich vielleicht noch: Im November 2007 weilte Ivan erstmals im St. Georg.

Bei einem Wohnungsbrand in seinem Heimatort nahe Minsk hatte er schwerste Verletzungen davon getragen. Das Feuer war an einem bitterkalten Wintertag ausgebrochen. Ein Stück Glut, das aus dem Ofen fiel, setzte binnen kürzester Zeit alles in Flammen. Ivan war mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester allein zu Hause, die Eltern waren auf Arbeit. Nachbarn retteten die Kinder durch ein Fenster. Das Mädchen starb jedoch an Rauchgasvergiftung. Leipziger Bekannte der Familie hatten damals dann die St.-Georg-Geschäftsführung gebeten, Ivan im hiesigen Spezialzentrum die weitere, dringend erforderliche Hilfe zuteil werden zu lassen. Die Möglichkeiten in Weißrussland waren ausgeschöpft.

Als Ivan 2007 im Georg eintraf, war er sieben Jahre alt. Die Georg-Ärzte versuchten, das Gröbste und Schlimmste seiner Verletzungen zunächst zu mildern. Und seither setzen sie alle Hebel in Bewegung, ihrem jungen Patienten weiterhin die in Abständen erforderlichen Nachversorgungen zu ermöglichen.

Jetzt ist Ivan 14. Durch die regelmäßigen Aufenthalte sind die St.-Georg-Klinik für Plastische und Handchirurgie und ihr Schwerbrandverletztenzentrum schon fast zur zweiten Heimat für ihn geworden. "Wir wollen ihm nachhaltig helfen. Da er sich noch im Wachstum befindet, bilden sich immer wieder schmerzende Narben, die häufiger Korrekturen und entsprechender Nachbehandlung bedürfen", so Chefarzt Adrian Dragu. Er und der Leitende Oberarzt Jochen Winter haben Ivan in der Vorwoche erneut operiert. Ein zweistündiger Eingriff. Dabei nahmen die Spezialisten eine Lappenplastik am Hals sowie eine Korrektur am linken Augenlid vor. Um so Spannungen zu lindern, wie es hieß.

Der weitere Verlauf der Behandlung sei nur schwer vorhersehbar. Auf alle Fälle mache das Wachstum in dieser Lebensphase auch weitere plastisch-chirurgische Operationen erforderlich. "Möglich wird Ivans kontinuierliche medizinische Versorgung nicht zuletzt durch die große Anteilnahme und Spendenbereitschaft vieler Bürger aus Leipzig und Umgebung", betont Klinikum-Geschäftsführerin Iris Minde. Allein die Kosten für den aktuellen Eingriff, Vor- und Nachsorge sowie Aufenthalt des Jungen würden etwa 10 000 Euro betragen.

Wenn alles gut läuft, kann der Junge Mitte Dezember erst mal wieder die Heimreise antreten. Immerhin könne er dort mittlerweile schon wieder ein fast normales Leben führen - und wie andere Kinder seines Alters endlich auch wieder zur Schule gehen.

Für die weitere Behandlung Ivans nimmt das Georg Spenden unter dem Stichwort "Brandverletzte Kinder - Ivan" auf das Konto: Klinikum St. Georg gGmbH, IBAN DE05 8602 0500 0000 0000 11, BIC BFSWDE33LPZ.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2014

Angelika Raulien

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