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Lokales Brücke in Leipzig-Engelsdorf: Abriss ab April
Leipzig Lokales Brücke in Leipzig-Engelsdorf: Abriss ab April
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00:33 15.11.2015
Ihr wird im Frühjahr nächsten Jahres der Garaus gemacht: die Brücke über die Autobahn 14 in der Althener Straße auf Engelsdorfer Gemarkung. Quelle: André Kempner
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Engelsdorf-Althen

Die Brücke in der Althener Straße (Staatsstraße 78) über die Autobahn 14 wird ab April 2016 abgerissen und zunächst durch einen Ersatzbau ersetzt. Dies versicherte jetzt Dirk Röder, Referatsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dem Engelsdorfer Ortschaftsrat. Mit der Maßnahme beginnt quasi die erste Phase des geplanten sechsspurigen Ausbaus der A 14 von der Anschlussstelle Leipzig-Ost bis zum 4,6 Kilometer entfernten Dreieck Parthenaue. Bevor die Trasse in dem besagten Abschnitt jeweils drei Richtungsfahrbahnen und einen Standstreifen erhalten kann, müssen zunächst jene vier Brücken, die die Autobahn in diesem Bereich überspannen, durch neue, erheblich breitere Bauwerke ersetzt werden. Dies sind neben der Brücke in der Althener Straße noch die in der Riesaer Straße (alte Bundesstraße 6) sowie in der Hirschfelder Straße und Hersvelder Straße.

„Die 1939 entstandene Brücke in der Althener Straße befindet sich ohnehin in einem sehr schlechten baulichen Zustand, der den heutigen Sicherheitsansprüchen nicht mehr entspricht“, betonte Röder. So werde nach dem Abriss ein Ersatzneubau mit 54 Meter Spannweite erfolgen, auf dem dann jeweils vier Meter breite Fahrbahnen und ein 1,25 Meter breiter Radweg vorhanden seien. „Im Oktober 2016 soll das Konstrukt stehen und im November für den Verkehr freigegeben werden“, erläuterte der Planungsexperte. Brückenabriss und Zwischenausbau sollen unter Beibehaltung des fließenden Verkehrs vonstatten gehen. Die Nutzer der Althener Straße hingegen müssen monatelang Umleitungen in Kauf nehmen: stadtauswärts über die Arthur-Winkler-Straße, Hans-Weigel-Straße, Riesaer Straße, Dresdner Straße und Prof.-Andreas-Schubert-Straße; stadteinwärts über die Hersvelder Straße und Hirschfelder Straße. „2016 wollen wir das Baurechtsverfahren für die neue Brücke, die das Zwischenbauwerk ablösen wird, zu Ende bringen“, so der Referatsleiter.

Für die Brücke in der Riesaer Straße seien die Planungen in einem frühen Stadium. Ein kompletter Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerkes aus dem Jahre 1938, „das beängstigende Risse aufweist, wäre die beste Lösung“, sagte Röder. Hier befinde sich die Behörde im engen Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Auch bei dieser Brücke soll das Baurechtsverfahren Ende 2016 abgeschlossen sein. Der Baubeginn stehe noch nicht fest. Weiterhin unklar sei auch, was mit der Autobahnanschlussstelle Kleinpösna geschieht. „Hier befinden wir uns nach wie vor in einem Abwägungsprozess“, schilderte der Landesamt-Mitarbeiter.

Der Ortschaftsrat favorisiert die Hirschfelder Straße als künftige Ab- und Auffahrt zur Autobahn 14. Unklar sei gegenwärtig noch, wie es um die dringend notwendige Sanierung der Althener Straße steht, wenn der Brückenbau über die Bühne geht. „Die Planungen hierzu müssen wir noch einmal überarbeiten“, informierte Kerstin Barwick aus dem städtischen Verkehrs- und Tiefbauamt. Aber der Ausbau der Straße sei im Jahr 2018, im günstigsten Fall bereits Ende 2017 möglich, sagte sie.

Von Günther Giessler

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