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Lokales Buch mit schönsten Fotoerinnerungen an früheres Leipzig erscheint
Leipzig Lokales Buch mit schönsten Fotoerinnerungen an früheres Leipzig erscheint
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06:00 19.09.2016
Die schönsten Fotoerinnerungen aus den vergangenen 60 Jahren Leipziger Geschichte versammelt das Leipzig-Album Quelle: Wellhausen / Hinstorff
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Leipzig

„Senden Sie uns Ihre schönsten Erinnerungsfotos aus den vergangenen 60 Jahren in Leipzig“ – so lautete der Aufruf an die Leser, mit der die Leipziger Volkszeitung und der Hinstorff-Verlag im Januar das Leipzig-Album begannen. Mit Hilfe von Bildern, Postkarten und Zeitungsausschnitten sollten schöne und aufregende aber auch traurige Momente der Stadtgeschichte wieder lebendig werden. Die Resonanz war großartig: Hunderte Aufnahmen, Dias, Ausschnitte und Ansichtskarten wurden eingesandt. Aus den schönsten Einsendungen entstand ein Buch, das nun fertig ist. Ab Montag kann es im Shop der LVZ vorbestellt werden, am 10. Oktober ist es dann überall im Buchhandel erhältlich.

Das Besondere an diesem Projekt war, dass es gleichermaßen die Möglichkeiten von Zeitung und Internet nutzte. Über die gedruckte LVZ wurden Leser aufmerksam und schickten ihre Bilder. Gezeigt wurden sie dann auf der Seite „Leipzig-Album“ bei der sozialen Plattform Facebook im Netz. Dort konnten die Nutzer darüber abstimmen, welche Aufnahmen ihnen gefielen und welche nicht. Oftmals tauchten auch spannende Fragen zu einzelnen Ereignissen, Gebäuden oder früheren Straßenbahnlinien auf. Bei der Suche nach den Antworten halfen viele Nutzer mit ihrem Wissen weiter.

Einzelne Leser stellten ganze Reihen von Bildern zur Verfügung. Bernd Heynes Aufnahmen erzählen beispielsweise vom Leben in der Hainstraße Ende der 1960er Jahre. Unvergessen dabei ist die „Blechbüchse“, des alten konsument-Warenhaus, in dem Mancher zum ersten Mal im Leben Rolltreppe fuhr. Ute Richter und viele weitere Leser zeigten mit ihren eigenen Bildern und denen ihrer Eltern das alte Zentralstadion, das 100.000 Zuschauer fasste. Im Netz wurden Erinnerungen an die Sportfeste lebendig, an deren Choreographien tausende Leipziger mitwirkten. Die Dias von Alfred Richter wiederum zeigen unter andrem das Schwimmstadion, das es nicht mehr gibt. Auch die Messen auf dem Alten Messegelände wurden wieder lebendig. Während der Schauen im Frühjahr und Herbst gingen andere Fotografen auf Suche nach den schönsten Autos, die dann durch die Stadt fuhren.

Schattenseiten wie die Sprengung der Paulinerkirche, des Johanniskirchturms und der Markuskirche in Reudnitz kamen ebenso zur Sprache wie der Verfall gründerzeitlicher Wohnquartiere im Westen und Osten der Stadt. Andere Leser zeigten Aufnahmen vom Bau des damals neuen Stadtteils Grünau und von den vielen Baustellen in Leipzig nach 1990. Der Umbau des Hauptbahnhofs ist eines der Kapitel, über das sich viele Geschichten erzählen lassen. Dass nicht alles Neue immer auf Begeisterung stieß, zeigt etwa der Bau des neuen Bildermuseums. Der Sachsenplatz mit seinen Blumenbeeten, der dafür weichen musste, wird von vielen Lesern bis heute vermisst.

Bei allen Brüchen und Veränderungen zeigen die Bilder und Geschichten auch das, was blieb. Das Völkerschlachtdenkmal – dank der umfangreichen Bemühungen des Fördervereins inzwischen fast vollständig saniert – ist so eine Konstante in den Erinnerungen. Zu allen Zeiten führte man Besucher dort hin und stieg selbst hinauf, um von oben über die Stadt zu blicken. Ein paar dieser bleibenden gemeinsamen Erinnerungen an die vergangenen 60 Jahre sind so nun in Buchform festgehalten.

Clemens Haug

Das Fotoalbum der Leipziger

Seit Mitte Januar waren die Leser der Leipziger Volkszeitung aufgerufen, Fotos und Postkarten zu senden und Geschichten aus den vergangenen 60 Jahren Stadtgeschichte zu erzählen. Das daraus entstandene Buch erscheint am 10. Oktober im Hinstorff-Verlag und ist ab heute im Shop der Leipziger Volkszeitung vorbestellbar. 144 Seiten mit rund 250 Abbildungen kosten 29,99 Euro.

Das Leipzig-Album bei Facebook

Vorbestellen im LVZ eShop

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