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Lokales Bündnis: Leipzig soll Baugrundstücke durch LWB entwickeln lassen
Leipzig Lokales Bündnis: Leipzig soll Baugrundstücke durch LWB entwickeln lassen
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00:32 26.06.2015
Der Wilhelm-Leuschner-Platz Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Wir reden immer nur über Baufluchten und Architektur, aber nicht darüber, welche Nutzungen sich die Bürger auf diesem Gelände wünschen“, monierte Grabolle. Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist die letzte große Fläche in der Innenstadt, die sich noch in kommunaler Hand befindet. Dort müsste die Stadt ein Zeichen setzen, dass sie erschwingliches Wohnen für untere und mittlere Einkommengruppen auch noch in einigen Jahren gewährleisten will.“

Konkret könnten jene 30 bis 50 Prozent der Baugrundstücke, die für neue Wohnungen vorgesehen sind, an den stadteigenen Großvermieter LWB übertragen werden. Dieser wolle ohnehin ab 2016 neue Wohnhäuser errichten und habe zudem den Auftrag, für eine soziale Mischung in den Stadtvierteln zu sorgen. Auch ein Projekt nach Vorbild der gemeinnützigen Genossenschaft Kalkbreite, die derzeit in Zürich ein großes und architektonisch anspruchvolles Gebäude-Ensemble errichtet, sei denkbar. „Wenn die Kommune die Flächen nicht verkauft, sondern maximal in Erbpacht vergibt, erzielt sie langfristig einen viel höheren Gewinn für das Gemeinwesen in Leipzig“, mahnte Grabolle, der im übrigen den Bebauungsplan-Entwurf der Verwaltung für diesen Platz begrüßte.

Zu der Ideen-Werkstatt am Montagabend hatte die Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtentwicklung und Mobilität des Kreisverbandes der Grünen eingeladen. „Wir wollen, dass mit der Bebauung des Quartiers nicht primär private Investoren-Interessen bedient werden, sondern ein urbaner öffentlicher Raum für alle Bürger entsteht“, schlug Lorenz Bücklein, Parteichef der Leipziger Grünen, ähnliche Töne an. Er betonte aber, dass die Planungen eines Privatinvestors für den Bau einer Markthalle am historischen Standort nicht behindert, sondern zügig vorangetrieben werden sollten.

Für das Stadtforum warb Wolfram Günther (zugleich Landtagsmitglied der Grünen) nochmals für die alternativen Bebauungsplan-Entwürfe Leipziger Architekten. Sie sehen statt einem großen drei kleinere Plätze auf dem Areal vor.
Jens Rometsch

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