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Lokales Bürgerbefragung: Leipziger kritisieren Öffnungs- und Wartezeiten in den Ämtern
Leipzig Lokales Bürgerbefragung: Leipziger kritisieren Öffnungs- und Wartezeiten in den Ämtern
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14:26 21.03.2011
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Leipzig

In neun stark besuchten Ämtern oder Abteilungen waren die Besucher gebeten worden, Fragebögen auszufüllen und den Service der Ämter einzuschätzen.

Beteiligt waren das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege, das Gesundheitsamt, das Hauptamt mit den Bürgerämtern, das Jugendamt, das Ordnungsamt mit der Kfz-Zulassungstelle, das Sozialamt, die Stadtkasse, das Standesamt und das Verkehrs- und Tiefbauamt. Fast jeder sechste der insgesamt 37.301 Besucher, die innerhalb der Befragungszeiträume hier vorsprachen, füllte einen Fragebogen aus.

„Bereits die Besucherbefragungen von 1998 und 2000 sowie insbesondere von 2002 haben ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Verwaltung gezeigt“, kommentierte Andreas Müller, Erster Bürgermeister und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung. „Auch im Jahr 2010 gab es im Durchschnitt gute und zum Teil sehr gute Noten. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass bei Warte- und Öffnungszeiten offensichtlich Leistungsgrenzen erreicht worden sind. Das scheint Auswirkungen auf weitere Servicebereiche der Verwaltung zu haben, etwa auf die fachliche Beratung, oder die Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen.“

Die Hälfte der Befragten beurteilte das Image der Leipziger Stadtverwaltung mit „eher gut“. Jeder fünfte Besucher urteilte sogar mit „sehr gut“. Fünf Prozent bewerteten das Ansehen der Verwaltung als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Mehr als die Hälfte der auswertbaren Fragebögen (rund 3544) wurden in den Bürgerämtern ausgefüllt. Die Gesamtergebnisse für die Verwaltung werden also maßgeblich durch die Urteile der Besucher dieser Einrichtungen bestimmt. Besonders wichtig waren die kompetente fachliche Beratung, freundliche Mitarbeiter, verständliche Formulare, ausreichende Öffnungszeiten sowie möglichst kurze Wartezeiten.

Die besten Noten wurden für die fachliche Beratung, die Freundlichkeit der städtischen Mitarbeiter und die Sauberkeit der Einrichtungen vergeben. Ein gewisser Verbesserungsbedarf wird noch bei der Verständlichkeit der Formulare gesehen.

Als besucherstärkste Tage erwiesen sich der Dienstag (40 Prozent der Befragten) sowie der Montag und der Donnerstag mit jeweils 18 Prozent. Am Mittwoch kamen 14 Prozent aller Befragten, der Freitag scheint hingegen mit zehn Prozent nur eine untergeordnete Rolle als Besuchertag zu spielen.

Die Wartezeit für Besucher betrug durchschnittlich 16 Minuten. Jeder fünfte Befragte gab an überhaupt nicht warten zu müssen. Die kürzesten durchschnittlichen Wartezeiten wurden im Verkehrs- und Tiefbauamt, in der Stadtkasse sowie im Amt für Bauordnung und Denkmalpflege mit jeweils knapp drei Minuten registriert.

Die Bearbeitungszeit in der Kfz-Zulassungsstelle stieg durch die Einführung der neuen EU-Fahrzeugpapiere an. In den Bürgerämtern mit verlängerter Öffnungszeit führt mittlerweile ein erhöhter Beratungsbedarf zusammen mit weniger Personal zu längeren Wartezeiten.

Laut Verwaltungsdezernat waren die Befragten mit der Verständlichkeit der Formulare, der Hilfestellung beim Ausfüllen sowie mit den Öffnungszeiten ähnlich zufrieden wie in den Vorjahren. Schlechter werden hierbei die Bürgerämter und das Jugendamt eingeschätzt. die Befragung wurde vom 10. bis 29. Mai sowie vom 30. August bis 17. September 2010 vorgenommen.

red.

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