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Lokales Bürgerbeteiligung zum Pleißemühlgraben läuft
Leipzig Lokales Bürgerbeteiligung zum Pleißemühlgraben läuft
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21:35 23.02.2018
Gemäß seines historischen Verlaufs müsste der Pleißemühlgraben nördlich der Leipziger Hauptfeuerwache ans Licht geholt werden.
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Leipzig

 Im Entscheidungsprozess zum künftigen Verlauf des Pleißemühlgrabens zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Ranstädter Steinweg können die Leipziger noch bis 31. Dezember ihre Meinung kundtun. Darauf wies Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, hin.

Die Leipziger Hauptfeuerwache am Goerdelerring werde ab 2018 saniert. Aus diesem Anlass solle der dort noch verrohrte Pleißemühlgraben geöffnet werden. Zur Diskussion stehe – neben dem bisherigen Verlauf hinter der Hauptfeuerwache – auch eine neue Trasse entlang des Goerdelerrings. „Die Leipzigerinnen und Leipziger sind aufgerufen, ihre Meinungen und Kommentare einzubringen“, erklärte Dittmar. Seit der ersten öffentlichen Bürgerveranstaltung am 30. November hätten sie dazu im Internet unter www.leipzig.de/pleissemuehlgraben Gelegenheit. Dort könnten sie noch bis zum Jahresende ganz einfach ankreuzen, welche von insgesamt 13 Kriterien ihnen bei der Bewertung der zwei Varianten wichtig sind. Zum Beispiel gehörten dazu die Bau- und Unterhaltskosten, die Qualität der Wegeverbindungen, Barrierefreiheit, ökologische Aspekte, die Geschichte sowie Erlebbarkeit des Ortes, Auswirkungen auf den Verkehr oder die Wahrnehmbarkeit des Flusses im Stadtbild.

Anhand der Bürgerbewertungen und Einsendungen sollen ab Januar die Informationen zu den Trassen aufbereitet und bei einer zweiten Bürgerveranstaltung im Februar 2018 präsentiert werden. Dann würden auch beide Entwürfe öffentlich diskutiert, kündigte Dittmar an. „Am Ende des Verfahrens können die Teilnehmenden Ihre Stimme für die eine oder andere Verlaufsvariante abgeben.“ Das so gewonnene Meinungsbild erhalte dann der Stadtrat als Entscheidungshilfe.

Das Büro Neulandquartier, welches die Bürgerbeteiligung leitet, hat Grafiken zu den zwei Varianten erstellt. Wesentliche Merkmale gibt das Büro wie folgt an.

Historische Trasse: Der für den Pleißemühlgraben typische Verlauf – vor und hinter der Ringbebauung – würde beibehalten, vorhandene Ufermauern teilweise wieder genutzt. Wohngrundstücke würden aufgewertet, Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer verbessert. Am Fluss könnten Passanten Ruhe und relativ viel Grün finden. Das geplante Hochhaus neben der IHK müsste im Architekturentwurf Rücksicht auf den Fluss nehmen. Laut dem Verein Neue Ufer, der sich für den alten Verlauf einsetzt, könnte unter einer Feuerwehr-Aufstellfläche für Großeinsätze eine Tiefgarage entstehen, die auch Parkplätze für das Hochhaus schafft.

Neue Trasse am Ring: Bei einer Verlegung an den Goerdelerring wäre der Graben vom dortigen Fuß- und Radweg aus „gut wahrnehmbar und dadurch stark präsent“, so Neulandquartier. Auch hier könne ein Teil des Ufers abgesenkt werden, jedoch sei mit viel Lärm und dicker Luft vom Straßenverkehr zu rechnen. Die Grünflächen fielen in dieser, von der Verwaltung favorisierten Variante kleiner aus. Eine Tiefgarage wäre nicht nötig, alle Parkplätze blieben oberirdisch. Auch die kürzere Flussstrecke helfe Kosten sparen. Außerdem umschiffe der Fluss das Hochhaus-Areal, was „größere Freiheiten für die architektonische Gestaltung“ bringe.

Von Jens Rometsch

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