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Lokales Bürgermeister Fabian drückt auf Tempo bei Schulbau und will Planungen forcieren
Leipzig Lokales Bürgermeister Fabian drückt auf Tempo bei Schulbau und will Planungen forcieren
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16:29 24.03.2017
Thomas Fabian. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Die meisten Schulen sind rappelvoll – durch Geburtenboom und Zuzug steigen die Schülerzahlen rasant und Leipzig muss neue Unterrichtsräume aus dem Boden stampfen. Und zwar weit über die derzeit geplanten und vom Stadtrat beschlossenen Neubauten und Sanierungen hinaus. Zur Erinnerung: Der Schulentwicklungsplan 2016 sieht vor, bis 2023 insgesamt 16 Grundschulen zu bauen oder zu erweitern. Bis 2026 kommen zehn Oberschulen sowie sieben Gymnasien hinzu.

Durch die aktuelle Bevölkerungsprognose ist klar, dass weitere acht Grundschulen sowie sieben weiterführende Schulen zusätzlich benötigt werden. Bis ein Neubau steht, vergehen in der Regel bis zu fünf Jahre. Die Zeit drängt – durch Überbelegung und Erweiterungen, auch in Systembauweise, will die Stadt fehlende Kapazitäten kompensieren. Schon jetzt sind die vorhandenen Gebäude oft überbelegt. Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD) möchte sich nun einen Planungsvorlauf für 24 Neu- und Erweiterungsbauten vom Stadtrat absegnen lassen. Kosten: 7,26 Millionen Euro. „Mein Ziel ist es, dass wir Zeit einsparen, wenn wir nicht mehr für jede einzelne Maßnahme einen separaten Beschluss fassen“, begründet er die Eile.

Baubeschlüsse sind das allerdings noch nicht – es geht zunächst um den Start der Planungen. Das sei wichtig, um Fördermittel des Freistaates Sachsen beantragen zu können. Denn dafür gibt es Fristen. Investitionskosten, die die Stadt selbst trägt, sind im Etat eingeplant, heißt es. Fabian: „Ich schätze, dass wir mindestens ein halbes Jahr an Zeit einsparen können.“

Dabei geht es um acht Neubauinvestitionen, dreizehn Erweiterungsbauten sowie drei Sanierungen. In diese 24 Projekte will die Stadt in den nächsten Jahren insgesamt 112,3 Millionen Euro investieren. Diese Bauvorhaben betreffen:

Grundschulen: Die Zweifeldsporthalle Bernhard-Göring-Straße wird bis 2020 durch einen Neubau ersetzt. Das Haus 2 der Wilhelm-Wander-Grundschule wird saniert, die Schule Stahmeln am Standort Windmühlenweg zusammengeführt. Das Berufsschulzentrum Tauchaer Straße wird als Grundschule umfunktioniert. Die Grundschule Gundorf wird erweitert und erhält eine Turnhalle (bis 2021), die 120. Grundschule in Großzschocher einen Ersatzneubau (bis 2023), die Christoph-Arnold-Grundschule Engelsdorf einen Erweiterungsneubau sowie eine Zweifeldsporthalle. Raumsysteme zur Erweiterung sind für die Astrid-Lindgren-Schule, die 91. und 172. Grundschule sowie in Rückmarsdorf und an der Alfred-Kästner-Grundschule geplant. Die Geschwister-Scholl-Grundschule Gohlis wird um eine Mensa und Aula erweitert.

Oberschulen: Die Paul-Robeson-Schule wird nach Auszug der Grundschule bis 2021 teilsaniert. Für die Oberschule Wiederitzsch, die derzeit ein Gebäude mit der Grundschule nutzt, entsteht ein Neubau samt Dreifeldsporthalle bis 2023. Die Schule am Weißeplatz wird um eine Zweifeldhalle erweitert. Die 35. Oberschule in Gohlis-Mitte sowie die Apollonia-von-Wiedebach-Oberschule in Connewitz werden per Raumsystem um sechs Unterrichtsräume erweitert.

Gymnasien: Eine Sporthalle sowie der Neubau einer Mensa sind für das Robert-Schumann-Gymnasium in Lindenau vorgesehen, das Johannes-Kepler-Gymnasium wird um acht Unterrichtsräume in Systembauweise erweitert. Auf dem Campus Ihmelstraße, auf dem zuerst eine Oberschule gebaut wird, sollen die Planungen für das Gymnasium beginnen.

Von Mathias Orbeck

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